Mo, 20. August 2018

Was kann man tun?

30.05.2011 08:27

Zahl der tödlichen Motorradunfälle stark gestiegen

Die Zahl der tödlich verunglückten Motorradfahrer ist im Vergleich zum Vorjahr stark angestiegen, berichtet der Verkehrsclub Österreich. Waren es Ende Mai 2010 "nur" neun Biker, die auf den Straßen Österreichs ihr Leben lassen mussten, registrierte man im selben Zeitraum 2011 bereits 14 tote Biker, allein sieben davon in der Steiermark, hieß es zum Wochenende. Inzwischen hat sich der Blutzoll weiter erhöht (siehe Infobox).

"Auffallend ist, dass sich alle tödlichen Motorradunfälle auf Landes- und Bundesstraßen ereigneten. Die Hauptunfallursachen sind nach wie vor zu hohes Tempo, Unachtsamkeit und riskante Überholmanöver. Auch Fahrfehler führen immer wieder zu schweren Motorradunfällen", so Martin Blum vom VCÖ.

Laut VCÖ sind Motorräder die mit Abstand gefährlichsten Verkehrsmittel: Das tödliche Unfallrisiko ist pro Kilometer 19-mal so hoch wie mit dem Pkw. Zum Vergleich: Mit dem Pkw ist man pro Kilometer einem 40-mal so hohen tödlichen Unfallrisiko ausgesetzt wie mit der Bahn. Der VCÖ äußerte daher "große Bedenken an der neuen Regelung, dass ab dem Jahr 2013 EU-weit bereits 16-Jährige Leichtmotorräder lenken dürfen". Positiv sei jedoch zu bewerten, dass es mehrere Stufen gibt und stärkere Motorräder (mehr als 34 kW) erst frühestens ab 20 Jahren gefahren werden dürfen.

Schwere Unfälle können auch mit verstärkter Bewusstseinsarbeit vermieden werden, betonte Blum: "Wir brauchen ein viel stärkeres Miteinander im Straßenverkehr. Auch zwischen Auto- und Motorradfahrern. Die Rücksichtslosigkeit nimmt jedoch eher zu als ab. Selbst die ganz normalen Benimmregeln werden im Straßenverkehr über Bord geworfen."

Der VCÖ fordert nun niedrigere Tempolimits und verstärkte Verkehrskontrollen. Wie stehst du dazu? Stimm ab in der Infobox und diskutiere hier unter der Story oder auf unserer Facebook-Seite!

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