Nicht nur in Frankreich, sondern auch hierzulande hatten die Kamera-Autos von Google bei ihren Aufnahmen für den Straßenbilder-Dienst Street View die gesendeten Daten unverschlüsselter WLAN-Netze mitgeschnitten – darunter Bruchstücke von E-Mails und sogar Passwörter.
Laut CNIL (Commission nationale de l'informatique et des libertés) fing Google damit private Daten ab, die normalerweise durch ärztliche Schweigepflicht, das Bankgeheimnis oder das Pressegeheimnis geschützt sind, berichtet die französische Nachrichtenagentur AFP.
Google selbst bereute den Vorfall vor Gericht erneut. Es tue dem Unternehmen "sehr leid, dass wir versehentlich Daten gesammelt haben", zitiert AFP den US-Konzern.
Auch in Österreich hatte Google im Mai vergangenen Jahres erklärt, "unbeabsichtigt Fragmente von anderen Daten" gespeichert zu haben. Die österreichische Datenschutzkommission verordnete daraufhin einen Zwangsstopp, die gesammelten Daten wurden gelöscht. Seit November 2010 dürfen die Street-View-Autos wieder in Österreich knipsen (siehe Infobox).
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