Urteil rasch gefällt

Sechsjährige in Wohnung gelockt und vergewaltigt

Gericht
21.04.2026 13:07

Furchtbarer Prozess in Wien. Ein 52-Jähriger beobachtete vor seiner Wohnhausanlage die Nachbarskinder beim Spielen. Es gelang ihm, dass ein erst sechs Jahre altes Mädchen, dem er Süßigkeiten versprach, mit ihm ins Haus ging. Bei der Wohnungstüre angekommen, schob er das Kind hinein und verging sich an ihr. 

Der kräftige Mann mit dem langen Bart betritt mit gesenktem Kopf Saal 307 im Wiener Landesgericht. Der Vorwurf gegen den 52-jährigen Syrer ist erschütternd, das sagt sogar dessen Verteidiger.

Unbekümmertes Spielen mündete in Albtraum
Im Hof vor seinem Wohnblock in Wien spielten am 3. Juli 2025 die 6-jährige Nachbarstochter und deren Geschwister. An diesem Punkt gehen die Versionen erstmals auseinander. Während der Mann es so darstellt, als ob er mit den Kindern gespielt hat und kurz mit dem Kind zurück in die Wohnung ging, um weitere Sessel für das gemütliche Beisammensein zu holen, sagt die Staatsanwältin: „Er hat das Mädchen mit einem Lollipop gelockt und dann in seine Wohnung geschoben.“ 

Der angeklagte 52-Jährige vergewaltigte in Wien das Nachbarskind.
Der angeklagte 52-Jährige vergewaltigte in Wien das Nachbarskind.(Bild: Krone KREATIV/Zwefo, stock.adobe.com, Krone KREATIV)

Dort war Maria (Name geändert) ihrem Peiniger hilflos ausgesetzt. Am Bett soll es dann zur Vergewaltigung des Kindes durch eine dem Beischlaf gleichzusetzende Handlung gekommen sein. Es konnten eindeutige DNA-Spuren im Intimbereich des Mädchens festgestellt werden. Weshalb er wohl seine erste Verantwortung, die er bei der Polizei kundtat, änderte. „Ich habe ihr nur die Hose gerichtet“, sagte er damals. 

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Ich habe ihr nur die Hose gerichtet.

So verantwortete sich der Mann vor der Polizei

Alle Versionen des Täters halten nicht
Auch im Prozess versucht er es zuerst mit einer eigenen Version: „Sie ist freiwillig mitgegangen, weil sie mir mit den Sesseln helfen wollte. Sie hat gespielt und gelacht. Ich habe sie nur kurz berührt, als sie am Bett gestanden ist“, leugnet er jegliche Gewaltanwendung. „Ich habe ihr dann gesagt, dass sie verschwinden soll, damit nichts Schwerwiegendes passiert. Ich schwöre, so war es“, sagt er, um nach der Aussage des Kindes, die unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfand, doch alles zuzugeben.

„Ich habe zuvor zehn Milligramm Testosteron genommen, fürs Fitnesscenter. Das ist leider sexuell anregend“, übersetzt die Dolmetscherin die verstörende Verantwortung des Angeklagten, der vor der Inhaftierung von Sozialleistungen lebte. Im Rahmen einer Hausdurchsuchung wurden bei dem Mann knapp 6000 Dateien mit Kindesmissbrauchsdarstellungen gefunden. „Unmündige Mädchen, auch Babys“, sagt die Richterin. Sein Mandant sei pädophil und zu einer Therapie bereit, argumentiert der Verteidiger.

Viereinhalb Jahre Haft
Die Anklage umfasst noch ein Faktum: Einem weiteren unmündigen Opfer zeigte der Mann im Park einen Pornofilm auf seinem Handy. Auch dazu ist er letztlich geständig.

Das Urteil fällt rasch: Viereinhalb Jahre Haft. 

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