Etwa 60 Minuten nach dem letzten Schluck ist die Alkoholkonzentration im Blut am höchsten. Unabhängig von der Art und Menge des alkoholischen Getränks baut der Körper dann jede Stunde 0,1 bis 0,15 Promille ab. Wer nach einer langen Partynacht um 3 Uhr früh mit 1,0 Promille Blutalkoholgehalt schlafen geht, hat auf dem Weg in die Arbeit um 7 Uhr früh noch mindestens 0,4 Promille. "Im Sinne aller Verkehrsteilnehmer ist ein autofreier Vormittag nach einer durchzechten Nacht deshalb dringend zu empfehlen", warnt die ÖAMTC-Verkehrspsychologin.
Vorsicht vor "nützlichen" Tipps - nur Zeit hilft
Rund um den Alkohol und dessen bessere Verträglichkeit haben sich einige Mythen gebildet. Vermeintlichen Ratschlägen sollte kein Glauben geschenkt werden. "Der Körper bleibt von sämtlichen 'Hilfsmaßnahmen' unbeeindruckt, lediglich die Zeit hilft", so die Verkehrspsychologin. "Herausschwitzen" beispielsweise beschleunigt keineswegs den Alkoholabbau, weil zu 95 Prozent die Leber diese Funktion inne hat. Für ein kurzzeitiges Gefühl der Wach- und Nüchternheit sorgen am verkaterten Morgen sowohl kaltes Duschen als auch die obligatorische Tasse Kaffee. Der Restalkoholgehalt im Blut wird aber davon nicht beeinflusst. Auch ein kurzes Nickerchen legitimiert kein vorzeitiges Fahrzeuglenken. Um die volle Fahrtauglichkeit zurückzugewinnen, kann man nur abwarten.
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