Mysteriös

Auto abgebrannt: War die Rekordfahrt nur ein Fake?

Motor
18.01.2011 12:54
Das im vergangenen Jahr durch eine Weltrekordfahrt bekannt gewordene Elektroauto der Berliner Firma DBM Energy ist aus bisher ungeklärten Gründen verbrannt. Wie die ADAC Motorwelt und das Portal Cleanthinking.de übereinstimmend berichten, wurde der Audi A2 durch ein Feuer in einer Berliner Lagerhalle zerstört. Nun bestehen erst recht Zweifel an der Seriosität der Rekordfahrt.

DBM hat den Brand nach Angaben der Medien bestätigt und weiter mitgeteilt, dass sich zum Zeitpunkt des Brandes nur eine nicht brennbare Ersatzbatterie in dem Auto befunden habe. "Die Batterien waren nach Angabe von DBM Energy aber nicht der Auslöser für den Brand", heißt es bei Cleanthinking.de.

Zweifel an Rekordfahrt
DBM war zunächst nicht für eine weitergehende Stellungnahme zu erreichen - der Brand soll sich schon im Dezember ereignet haben. Zuletzt hatte unter anderem der ADAC Zweifel angemeldet, ob bei der Rekordfahrt über 600 Kilometer von München nach Berlin ohne Aufladen der Batterie alles mit rechten Dingen zugegangen ist.

Nach Darstellung des ADAC erklären sowohl die gesamte Autoindustrie als auch die Wissenschaft, die Batterien der Firma DBM mögen vielleicht einige Male 600 Kilometer Fahrt mit einem Elektroantrieb ermöglichen. Wieder und wieder über viele Jahre könnten sie das aber nicht. Und vor allem: Die von DBM eingesetzten Lithium-Eisen-Polymer-Akkus seien brandgefährlich.

Die DBM-Homepage besteht derzeit nur aus einer längeren Mitteilung und einem Impressum. Dort heißt es: "Wir haben uns entschlossen, den Jahreswechsel und das erste Quartal 2011 dazu zu nutzen, uns für eine erfolgreiche Zukunft grundsätzlich professionell neu aufzustellen, und arbeiten unter Hochdruck an dem Auf- und Ausbau einer schlagkräftigen Struktur."

Am 26. Oktober war das Auto nach der Rekordfahrt vom deutschen Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle begeistert empfangen worden. Er sprach von einem Durchbruch für die Elektromobilität. "Jetzt kommt es darauf an, dass aus dieser Meisterleistung made in Berlin ein Welterfolg wird", sagte Brüderle. Das Projekt wurde von DBM gemeinsam mit dem Energieanbieter lekker Energie durchgeführt.

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