Lüge durchschaut

Teenies rammten Cops, gaben Tesla-Autopilot Schuld

Digital
27.03.2021 16:37

Zwei Mädchen im Teenager-Alter haben im US-Bundesstaat Florida eine Spritztour mit einem Tesla gemacht und dabei ein Polizeiauto gerammt. Als die Beamten das Fahrzeug anhielten, saßen die 14 und 15 Jahre alten Mädchen am Beifahrersitz und der Rückbank und gaben der Autopilot-Software des Elektrowagens die Schuld.

Der weiße Tesla war den Polizisten aufgefallen, weil er auf der falschen Straßenseite fuhr. Sie hielten das Fahrzeug an. Als es vor dem Polizeiauto zum Stehen kam, wurde der Rückwärtsgang eingelegt und das Auto fuhr langsam rückwärts, bis es gegen den Streifenwagen stieß. Am Tesla waren hinterher ein paar Kratzer zu sehen, das Polizeiauto blieb unbeschädigt.

Als die Polizisten den Fahrer zur Rede stellen wollten, staunten sie: Am Fahrersitz saß niemand, am Beifahrersitz und der Rückbank saßen die beiden Mädchen, berichtete die zuständige Polizeidienststelle auf Facebook. Die beiden Mädchen erklärten den Beamten, der Tesla sei auf Autopilot unterwegs gewesen und dieser sei für die Manöver verantwortlich.

Mädchen kletterte schnell auf die Rückbank
Die Cops durchschauten die Lüge der beiden Mädchen schnell: Nicht der Autopilot hatte den Tesla gelenkt, sondern das Mädchen auf der Rückbank. Es war nach dem Zusammenstoß mit dem Polizeiauto schnell dorthin geklettert und schob die Schuld auf die Autopilot-Software. Die Jugendliche erntete eine gerichtliche Vorladung für Fahren ohne Führerschein.

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Ich hoffe, diese Kids haben eine wertvolle Lektion gelernt und bin dankbar, dass niemand verletzt wurde und nur minimaler Schaden an ihrem Fahrzeug entstand.

Sheriff Rick Staly

Die minderjährigen Mädchen gaben an, bereits seit rund viereinhalb Stunden mit dem Tesla unterwegs gewesen zu sein, weil sie ihren Vater besuchen wollten. Die Hunderte Kilometer entfernte Mutter wusste nichts davon. Ihr hatten die Mädchen erzählt, sie seien im Haus der Großmutter. Sheriff Rick Staly: „Ich hoffe, diese Kids haben eine wertvolle Lektion gelernt und bin dankbar, dass niemand verletzt wurde und nur minimaler Schaden an ihrem Fahrzeug entstand.“ Fahren ohne Führerschein sei in jedem Fall illegal - auch wenn es sich um ein „smartes“ Auto handle.

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