Zwei weitere infiziert
Ostsee-Bad: Berliner stirbt an Vibrionen-Infektion
Ein Badeurlaub an der Ostsee hatte für einen Mann aus Berlin tödliche Folgen. Er infizierte sich mit gefährlichen Vibrionen. Auch zwei weitere Menschen steckten sich mit den Bakterien an.
Bereits drei Menschen aus Berlin haben sich diesen Sommer mit Vibrionen-Bakterien infiziert. Jetzt gab es den ersten Todesfall. Das teilte das Landesamt für Gesundheit und Soziales am Dienstag mit.
Durch Kontakt mit Meerwasser infiziert
Zwei der drei Erkrankungen haben sich vermutlich durch Wund- oder Hautkontakt mit Meer- beziehungsweise Brackwasser in Mecklenburg-Vorpommern entwickelt, wie die „Berliner Zeitung“ berichtete.
Alle Infizierten über 75
Alle Betroffenen seien über 75 Jahre alt, womit sie zur Risikogruppe für eine Ansteckung zählen. Sie stammen aus Marzahn-Hellersdorf, Pankow und Steglitz-Zehlendorf. Bei allen drei Infizierten lag demnach eine Wundinfektion vor, in zwei Fällen entwickelte sich diese zu einem septischen Krankheitsbild. In einem Fall endete sie tödlich.
Diese Personengruppen sind besonders gefährdet
Besonders gefährlich sind Vibrionen für ältere und immungeschwächte Menschen und Personen mit Vorerkrankungen, wie Diabetes, Leber- oder schweren Herzerkrankungen. Gefährdet sind vor allem Menschen mit offenen Wunden.
Starke Bakterien-Belastung im Juni
Sobald die Wassertemperatur der Ostsee die 20-Grad-Marke erreicht, steigt die Gefahr, sich mit Vibrionen anzustecken, da sie sich stärker vermehren. Die Bakterien kommen natürlicherweise in Küstengewässern mit einem Salzgehalt zwischen 0,5 und 2,5 Prozent vor, wie die „Bild“ berichtet. Seit den Hitzetagen im Juni haben sie sich in der Ostsee besonders stark ausgebreitet.









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