Bordell flog auf

Chinesinnen in Linz zur Sexarbeit gezwungen

Oberösterreich
28.07.2026 19:32
Porträt von Krone Oberösterreich
Von Krone Oberösterreich

Immer wieder fliegen illegale Bordelle in Oberösterreich auf, vor allem in Linz. Dieses Mal konnten die Ermittler etwas weiter hinter die Machenschaften der Täter blicken und aufdecken, wie die Opfer ins Land geschafft und zur Sexarbeit gezwungen wurden. In diesem Fall waren es fast ausschließlich Chinesinnen.

Ausgangspunkt der Ermittlungen war eine koordinierte Schwerpunktaktion des Stadtpolizeikommandos und des Magistrats Linz zur Eindämmung der illegalen Wohnungs- und Hotelprostitution im Linzer Stadtgebiet.
Dabei konnte ein illegal betriebenes Massagestudio in Linz ausgeforscht werden, in dem mehrere Frauen angetroffen wurden, welche nicht zum Aufenthalt in Österreich berechtigt waren. Es handelte sich bei den Damen zum Großteil um chinesische Staatsangehörige, die auch illegale Sexualdienstleistungen anbieten mussten.

Landsleute als Täter
Bald war klar: Hier geht´s um Menschenhandel im großen Stil, da auch viel Bargeld, mehrere Mobiltelefone und Computer samt Daten sichergestellt werden konnten. Die weiteren Ermittlungen untermauerten den Verdacht, dass weitere chinesische Staatsangehörige in großem Umfang Handel mit ihren weiblichen Landsleuten betrieben hatten. Sie werden beschuldigt, die Damen in Österreich und in Deutschland zur Sexarbeit gezwungen zu haben. Der Grenzübertritt erfolgte überwiegend unter Verwendung falscher oder gefälschter Dokumente sowie mithilfe von Schleppern über die Route Serbien-Italien und danach nach Österreich, beziehungsweise Mitteleuropa.

Verschuldete Frauen gelockt
Die in ihrem Heimatland hochverschuldeten und bereits eingeschüchterten Frauen wurden unter dem Vorwand nach Österreich gelockt, durch Arbeit in chinesischen Lokalen viel Geld verdienen zu können, um ihre Schulden bezahlen zu können. Nach der organisierten Einreise wurde den mittellosen Damen der Reisepass abgenommen und ihnen ausschließlich der Weg in die illegale Prostitution in Aussicht gestellt. Inzwischen konnten mehrere Chinesen festgenommen werden, die wegen Zuhälterei, grenzüberschreitenden Prostitutionshandels, falscher Beweisaussage, Geldwäsche und Urkundenfälschung angezeigt werden.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Hinweis in eigener Sache: Das krone.at-Forum präsentiert sich ab sofort in neuem Design! Wir freuen uns über konstruktives Feedback. Damit die Diskussionen in den Kommentarbereichen beim jeweiligen Thema bleiben, können Sie uns Rückmeldungen hier hinterlassen.

krone.tv

Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung