Am Dienstag war es wieder so weit: Tagesschau-Sprecherin Susanne Daubner verlas in ihrer gewohnt trockenen Art die Kandidaten für das Jugendwort 2026. Darunter befindet sich auch ein Begriff aus dem Vorjahr – „Schere“ oder „Schere heben“ gehört zu den Top Ten. Doch was bedeutet der Begriff eigentlich?
Der Ausdruck „Schere heben“ schaffte es bereits 2024 unter die Top Drei der Jugendwort-Wahl des Langenscheidt-Verlags. 2025 stand er erneut auf der Liste der beliebtesten Einsendungen. Obwohl der Begriff schon seit Jahren kursiert, wissen viele bis heute nicht, was genau dahintersteckt.
Begriff kommt aus der Gaming-Szene
Mit „Schere“ entschuldigt man sich für einen Fehler. Die Herkunft des Ausdrucks ist umstritten. Wahrscheinlich stammt er aus der Gaming-Szene: Erstmals wurde der Ausdruck in einer Live-Übertragung des Spiels „Fall Guys“ von zwei Streamern verwendet. In dem Spiel war einer der Charaktere mit einem „Mr. Krabs“-Kostüm ausgestattet. Da die Krabbe keine Hand hat, die sie heben kann, um sich für einen Fehler zu entschuldigen, blieb dem Spieler dann nichts anderes übrig, als „die Schere zu heben“.
„Du bist gut genuuug“
Auch komplette Songzeilen schafften es dieses Jahr in die Auswahl zum Jugendwort des Jahres. „Du bist gut genug“ stammt aus einem Lied von Kitschkrieg, Blumengarten und Shirin David. Der Refrain wurde in sozialen Netzwerken inzwischen unzählige Male parodiert und immer wieder für neue Memes verwendet.
In ihrer Vorstellung der Jugendwort-Kandidaten ließ sich Susanne Daubner dieses Mal sogar zu einer kurzen Gesangseinlage hinreißen: „Du bist gut genuuuuug“, sang sie in die Kamera. In den Kommentaren feierten viele User ihren Auftritt.
Was heißt eigentlich „67“?
Neben „Schere“ und „Du bist gut genug“ hat es auch „67“ auf die Liste der Jugendwörter 2026 geschafft. Auch dieser Begriff sorgt immer wieder für Verwirrung, denn er hat gar keine feste Bedeutung. Vielmehr wird er als Insider, spontaner Ausruf oder Reaktion verwendet. Bekannt wurde „67“ vor allem durch TikTok und den Song „Doot Doot (6 7)“ des US-Rappers Skrilla.
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