27.10.2020 08:31 |

Experte überzeugt:

Mehrheit der Unfälle durch Autopilot vermeidbar

Der deutsche Wirtschaftswissenschaftler und ehemalige Professor für Automobilwirtschaft, Ferdinand Dudenhöffer, fordert eine schnellere Einführung vollautomatisiert fahrender Autos. „Wir alle gewinnen viel, wenn der Autopilot in Europa Realität wird, je schneller, umso besser“, zeigt sich der Branchenexperte überzeugt.

Das vollautomatisierte Fahren berge ein „gewaltiges Potenzial, das viele Verkehrstote und Verletzte erspart“, schreibt Dudenhöffer in einer Analyse, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Daher müsse die Politik den Weg dafür ebnen, und die deutsche Automobilindustrie dürfe sich nicht bei Investitionen zurückhalten.

Basis von Dudenhöffers Analyse sind Unfallzahlen aus Deutschland, den USA und von Tesla. Zwar sind diese Zahlen nicht eins zu eins miteinander vergleichbar - unter anderem, weil beispielsweise die Straßenverhältnisse und Straßenverkehrsordnung in den USA anders sind, oder auch, weil die meisten Teslas noch relativ neu sind. Doch Dudenhöffer gleicht dies aus, indem er die Zahlen von den USA auf Deutschland umrechnet und die Zahlen von Teslas im Autopilot-Modus mit denen von Teslas mit ausgeschalteten Fahrerassistenzsystemen vergleicht.

Im Ergebnis kommt er zum Schluss, dass fast zwei Drittel der Unfälle durch einen Autopiloten vermieden werden könnten. In einem optimistischeren Szenario wären es sogar 90 Prozent - sofern alle Autos auf den Straßen selbst steuerten. Je früher autonomes Fahren zugelassen werde, umso schneller könnten solche Szenarien Realität werden, so der Leiter des privaten CAR-Instituts.

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