Ganze 1485 Kilogramm bringt der offene Hochleistungssportwagen auf die Waage, wohl gemerkt mit Allradantrieb. Einen entscheidenden Beitrag dazu leisten – ebenso wie beim Superleggera – die Exterieur- und Interieur-Komponenten aus Kohlefaser.
Doch es wurde mehr als nur das Gewicht verändert: Im Vergleich zum Gallardo Spyder wurde die Aerodynamik verbessert. Der Frontstoßfänger wurde neu gezeichnet, plastische, weit herausgezogene Stege fassen die großen Lufteinlässe trapezförmig ein. Das neue Design mit der V-förmig zugespitzten Nase und dem Tagfahrlicht aus Leuchtdioden optimiert die Zufuhr an Kühlluft und erhöht den Anpressdruck auf der Vorderachse. Auch die Veränderungen am voll verkleideten Unterboden, die neuen Leisten an den Seitenschwellern und der neu gestaltete Diffusor, der die vier großen Endrohre der Abgasanlage umschließt, verbessern die aerodynamischen Ergebnisse.
Viel Kohlefaser = wenig Gewicht
Die 4,39 Meter lange, 1,90 Meter breite und 1,18 Meter hohe Karosserie besteht aus einem Aluminium-Space-Frame. Kohlefaser macht den Lambo extraleicht, sie macht rund 40 Prozent der eingesparten 65 Kilogramm Gewicht aus. Etwa bei der großflächigen Abdeckung von Verdeck, Motor und Getriebe, beim Heckflügel, bei den Schwellerleisten, beim Diffusor, bei Teilen der Unterbodenverkleidung, der Abdeckung des Mitteltunnels, Türverkleidungen und den Schalen der Sportsitze. Beim Minimalkomfort hat die Gewichtskämpferei aber ein Ende: Klimaanlage und elektrische Fensterheber sind serienmäßig.
Das V10-Triebwerk mit 5,2 Liter Hubraum leistet im Spyder Performante 570 PS, wobei der Zuwachs von 10 PS aus einem überarbeiteten Motormanagement resultiert. Die Drehmomentkurve gipfelt in 540 Nm bei 6500 Touren. Der Leicht-Spyder schafft den Spurt eine Zehntelsekunde schneller als der Nicht-ganz-so-leicht-Spyder (3,9 Sekunden), die Höchstgeschwindigkeit bleibt bei 324 km/h.
Geschaltet wird per Sechsgang-„e.gear“, entweder automatisch oder per Schaltpaddles am Lenkrad. an Bord, das wie bei einem Rennwagen mit Wippen am Lenkrad gesteuert wird. Wer einen Schaltknüppel in der Hand braucht, kann ohne Aufpreis ein normales Sechsgang-Schaltgetriebe ordern.
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