Der heimische Automarkt gibt weiter Vollgas. Von Jänner bis Mai 2026 wurden laut Statistik Austria insgesamt 130.273 neue Pkw zugelassen - ein Plus von 13,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Besonders die alternativen Antriebe boomen: 84.331 oder 64,7 Prozent aller Neuwagen haben einen Elektro-, Hybrid- oder anderen alternativen Antrieb, das ist ein Anstieg um 24 Prozent.
Reine Elektroautos legten um 22,8 Prozent auf 31.067 Neuzulassungen zu. Die klassischen Benziner und Diesel verlieren dagegen weiter an Boden. Doch welche Modelle liegen vorne? Die aktuellen Rankings zeigen ein klares Bild.
Im Gesamtranking aller Neuzulassungen setzt sich ein alter Bekannter an die Spitze: der VW Golf. Er kommt auf 3992 Neuzulassungen und lässt die Konkurrenz deutlich hinter sich. Auf Platz zwei folgt der Škoda Octavia mit 2973, gefolgt vom Tesla Model Y auf Platz drei mit 2343 Zulassungen. Dahinter rangieren der BMW X1 (2298), der SEAT Ibiza (2223), der VW Polo (2114) und der Toyota Yaris (1992).
Spannend wird es bei der Aufteilung nach Käufergruppen. Bei den Firmenkunden und öffentlicher Verwaltung siegt ebenfalls der VW Golf – und zwar deutlich mit 3104 Neuzulassungen. Der Škoda Octavia landet mit 2163 auf Platz zwei, gefolgt vom SEAT Ibiza mit 1583. Der BMW X1 erreicht 1453 Einheiten, der elektrische Škoda Enyaq kommt auf 1452 – nur eine Zulassung weniger. Es folgen der VW Bus mit 1395 und der Škoda Elroq mit 1341. Firmen setzen also nicht nur auf Klassiker wie Golf und Octavia, sondern zunehmend auch auf E-Modelle von Škoda.
Ganz anders das Bild bei den Privatkunden: Hier feiert die Günstig-Marke Dacia ein Doppel-Podest. Der Dacia Sandero ist mit 1463 Neuzulassungen der absolute Favorit der Käufer, gefolgt vom Dacia Bigster mit 1411. Erst auf Platz drei kommt das Tesla Model Y mit 1326 Einheiten. Dahinter folgen der Toyota Yaris (1273), der BYD SEAL (1061), der Škoda Fabia (1023) und der BYD ATTO (896). Tesla ist bei Privaten also insgesamt etwas abgeschlagen, dafür drängen die Chinesen von BYD mit zwei Modellen in die Top 7.
Ein Blick auf die reinen Elektroautos im Gesamtranking zeigt: Das Tesla Model Y ist hier mit 2343 Einheiten zwar vorne, doch Škoda liegt dicht dahinter. Der Škoda Elroq erreicht 1853 Neuzulassungen, der Škoda Enyaq 1660. Es folgen der VW ID.3 mit 1086, der BYD ATTO mit 1025, der BYD SEALION mit 1003 und der VW ID.7 mit 983 Zulassungen.
Bei den E-Autos für Firmenkunden ist Škoda sogar ganz vorn: Der Enyaq landet mit 1452 Einheiten auf Platz eins, gefolgt vom Škoda Elroq mit 1.341. Erst dann kommt das Tesla Model Y mit 1017 Zulassungen. Der VW ID.7 erreicht 971, der BMW X1 670, der BMW X3 624 und der BYD SEALION 623. Firmen setzen also bei Elektroautos klar auf Škoda.
Und bei den E-Autos für Privatkunden? Hier holt Tesla immerhin den Sieg. Das Model Y kommt auf 1326 Neuzulassungen, gefolgt vom BYD ATTO mit 604 und dem Škoda Elroq mit 512. Der VW ID.3 erreicht 506, der BYD SEALION 380, das Tesla Model 3 361 und der neue Renault 5 schafft es mit 353 Einheiten auf Platz sieben.
Das große Fazit: Der VW Golf bleibt der unangefochtene Gesamtsieger. Doch die E-Mobilität gewinnt rasant an Fahrt. Bei Privatkunden sind günstige Modelle wie Dacia Sandero und Bigster die heimlichen Helden, während Firmen und öffentliche Verwaltung weiterhin auf Golf, Octavia und jetzt zunehmend auf Škoda-Stromer setzen. Tesla verliert vor allem bei Unternehmen an Boden, und BYD mischt überraschend stark mit. Der österreichische Automarkt wird 2026 bunter, elektrischer und internationaler – und das Tempo der Veränderung nimmt weiter zu.
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