Mit 1,01 Millionen Stück war der Toyota RAV4 im Vorjahr das meistverkaufte Auto der Welt. Dabei war es eigentlich der Abschied der fünften Generation. Jetzt startet die sechste Generation – eine Evolution, mit Betonung auf das E…
Mit 4,6 Metern Länge und 2,7 m Radstand blieb der RAV4 unverändert, damit gibt es auch auf der Rückbank ordentlich Beinfreiheit. Die Front wurde mittels „Hammerhead“-Design markanter gestaltet, am Heck prangt nun nicht mehr das Toyota-Logo, sondern der Modellname. Das Selbstbewusstsein kommt nicht von ungefähr, der SUV-Pionier ist mit bisher 15 Millionen verkauften Einheiten seit dem Start vor 32 Jahren einer der Bestseller von Toyota.
Schon bei der letzten Generation flog der Diesel aus dem Sortiment, dafür kam ein Plug-in-Hybrid mit Allrad-Antrieb dazu. Der RAV4 mit Stecker leistet mit 4WD 309 PS, nun gibt es diesen auch mit Vorderradantrieb. Hier wird der 204 PS starke 2,5-l-Benziner von „nur“ einem E-Motor unterstützt, das ergibt 272 PS Systemleistung. Verteilt wird die Kraft von einer stufenlosen CVT-Automatik.
Mehr E-Reichweite
Dank der neuen, um ein Drittel größeren 22,7-kWh-Stunden-Akkus sind bis zu 137 km elektrische Kilometer drinnen, unter realen Bedingungen sind das als mindestens 100 km. Geladen werden kann erstmals auch am Schnelllader mit 50 kW, allerdings nur in den beiden besseren Ausstattungen. In der Basis „Teamplayer“ kann man bloß an derWallbox mit maximal 11 kW tanken.
Wer nicht anstecken möchte oder einen 68 l größeren Kofferraum (514 l) braucht, kann zum Vollhybrid greifen, der seinen Mini-Akku über Rekuperation bzw. über den Verbrenner auflädt – mit 185 (2WD) oder 194 PS (Allrad). Auch hier in Verbindung mit der CVT-Automatik. Klingt unter Lastbetrieb längst nicht mehr so angestrengt wie früher, ist für Hybrid-Einsteiger aber trotzdem noch gewöhnungsbedürftig. Dafür überaus sparsam, laut WLTP-Norm sind es 4,9 l/100 km.
Über das Plastik hinweg
Nicht gespart wurde beim Plastik im Cockpit, da muss man trotz eines Basispreises von 45.090 Euro offenbar darüber hinwegsehen. Was einem Toyota erleichtert hat, indem das die Oberkante des Armaturenbretts um 40 mm abgesenkt wurde. Für die bessere Übersicht.
Übersichtlich ist das Cockpit dank Schaltern und Knöpfen und einem 12,3 Zoll großen Tachodisplay, wichtige Funktionen wie Lautstärke, Klimasteuerung und Fahrmodus sind weiterhin über Tasten bedienbar. Dabei hat der RAV4 nun ein 12,9-Zoll-Infotainment mit der neuesten Software-Plattform Arene. Womit auch Online-Dienste oder ein digitaler Schlüssel erhältlich sind.
Bergab wird immer geholfen
Und wie fährt sich der neue RAV4? Der Schwerpunkt wurde gesenkt, das Allrad-System für mehr Grip verbessert, die Karosserie um zehn Prozent steifer gemacht. Damit lässt sich das SUV besser um die Kurven jagen, schiebt bei zu hohem Tempo gutmütig über die Vorderräder. Bei allen Versionen wird bei 180 km/h abgeregelt.
Das Fahrwerk ist selbst in der Topversion GR Sport auf der komfortablen Seite, die Lenkung ist nicht super-direkt – schließlich soll der RAV4 mit 186 mm Bodenfreiheit auch für leichtes Gelände tauglich bleiben. Die Bergabfahrhilfe gibt es nun sowohl beim Voll- als auch beim Plug-in-Hybrid. Dabei soll es mit dem RAV4 als Bestseller weiter bergauf gehen.
Warum: Sparsamer Vollhybrid, stattliche Reichweite beim Plug-in-Hybrid, 10 Jahre Garantie
Warum nicht: Motor klingt unter Last angestrengt, viel Hartplastik, kein Schnellladen beim Basis-Plug-in
Oder vielleicht: Hyundai Tucson, BYD Seal U DM-i, VW Tiguan, Cupra Terramar, Skoda Kodiaq.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.