04.12.2020 12:25 |

Meng Wanzhou

In Verfahren um Huawei-Finanzchefin kommt Bewegung

In das Strafverfahren der in Kanada inhaftierten Finanzchefin des chinesischen Netzwerkausrüsters Huawei kommt offenbar Bewegung. Die US-Staatsanwälte führen einem Insider zufolge Verhandlungen mit den Vertretern von Meng Wanzhou über eine Beilegung der Vorwürfe.

Das sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters in der Nacht auf Freitag. Die Festnahme Mengs in Kanada vor zwei Jahren hatte zu Spannungen im Verhältnis zwischen den USA, China und Kanada geführt.

Demzufolge wurden die Gespräche nach den US-Präsidentschaftswahlen, in denen Herausforderer Joe Biden Amtsinhaber Donald Trump schlug, aufgenommen und es ist noch unklar, welche Art von Deal am Ende getroffen werden könnte.

Verhaftung wegen Bruch der Iran-Sanktionen
Die 48-jährige Meng war auf Ersuchen der USA in Kanada festgenommen worden. Die USA werfen Meng Betrug und den Bruch der Sanktionen gegen den Iran vor durch irreführende Angaben gegenüber der Großbank HSBC hinsichtlich der Geschäfte einer Huawei-Tochterfirma. Sie bestreitet das.

Zunächst hatte das „Wall Street Journal“ über die Möglichkeit eines Ende des Verfahrens berichtet. Dem Insider zufolge sind die Verhandlungen nicht Teil eines größeren Deals mit Huawei. Erst im Februar wurden gegen den Konzern weitere Vorwürfe erhoben, wie der Diebstahl von Handelsgeheimnissen von sechs US-Technologieunternehmen.

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