27.11.2020 09:20 |

Verbot auf EU-Ebene?

Italien will Pisten erst nach Weihnachten öffnen

Das vor Kurzem angedachte Skiverbot über die Weihnachtsfeiertage in Italien sorgt weiterhin für Wirbel. Trotz Druck der norditalienischen Regionen aber bleibt die Regierung in Rom dabei: Eine Schließung der Pisten über die Weihnachtszeit soll zur Eindämmung der Corona-Pandemie beitragen. Die Regionen fordern in diesem Fall eine Grenzschließung. Man will vermeiden, dass Touristen ins benachbarte Ausland fahren.

Die italienische Regierung will erst nach Ende der Weihnachtsfeiertage die Skipisten wieder öffnen, appellierte auch an die Nachbarländer - darunter Österreich -, eine mögliche Schließung der Skipisten über die Weihnachtszeit zu diskutieren. Mit durchwachsenem Erfolg: bislang waren die Reaktionen ablehnend, aus Brüssel hagelte es bereits eine Abfuhr.

Öffnung „in eineinhalb Monaten“
Skipisten und Wintertourismus haben eine wesentliche Relevanz für unsere Wirtschaft, aber sie werden erst dann wieder öffnen können, wenn die Epidemie nachgelassen hat, wir hoffen in eineinhalb Monaten“, erklärte Regionenminister Francesco Boccia. Italien könne sich keine dritte Welle nach Weihnachten erlauben, höchste Achtsamkeit sei notwendig. Die Regierung versprach Stützungsmaßnahmen für alle im Wintertourismus aktiven Betriebe.

Regionen fordern europaweites Verbot
Die norditalienischen Regionen hingegen verschärfen ihren Druck, sie wollen ein europaweites Skiverbot: „Wir fordern Gleichheit bei der Behandlung. Wenn wir alle Europäer sind, müssen die Regeln für Italien sowie für Österreich und Frankreich gelten. Wir verlangen, dass es in Sachen Ski auf europäischer Ebene gleiche Behandlung für jeden gibt“, so der Präsident der norditalienischen Region Piemont, Alberto Cirio.

„Unangenehme Konkurrenz“
Ähnlich sieht die Lage der Trentiner Landeshauptmann Maurizio Fugatti. „Die Schließung der Skianlagen während der Weihnachtsfeiertage muss auf europäischer Ebene gelten. Ansonsten kommt es zu einer unannehmbaren Konkurrenz zwischen Skigebieten“, so Fugatti.

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