Immer mehr Unfälle

Griechenland regelt Quad-Vermietung strenger

Ausland
03.06.2026 11:36
Porträt von krone.at
Von krone.at

Da es immer mehr Unfälle mit Quads gibt, hat die griechische Regierung beschlossen, die Vermietung strenger zu regeln. Künftig müssen Fahrerinnen und Fahrer mindestens seit fünf Jahren einen Führerschein besitzen. Zudem werden Vermieterinnen und Vermieter verpflichtet, das zu überprüfen und Schutzhelme zur Verfügung zu stellen.

Das teilte der griechische Verkehrsminister Konstantinos Kyranakis am Mittwoch mit. Mit der neuen Regelung sollen vor allem unerfahrene Fahrerinnen und Fahrer von den weitverbreiteten Quads ferngehalten werden. Hintergrund seien steigende Unfallzahlen, hieß es. An diesen seien auch viele Touristinnen und Touristen beteiligt, sagte der Rettungsdienst. Ärztinnen und Ärzte in Inselkrankenhäusern berichten ebenfalls von regelmäßig schweren Verletzungen, vor allem bei jungen und unerfahrenen Urlauberinnen und Urlaubern.

Besonders betroffen sind Urlaubsinseln wie Mykonos, Paros, Rhodos und Zakynthos. Die geplanten Änderungen stoßen in der Branche auf Kritik. Viele Vermieterinnen und Vermieter haben bereits Buchungen für die Saison 2026 angenommen und Geld in neue Fahrzeuge gesteckt. Nun befürchten sie Stornierungen und finanzielle Einbußen.

Ein Quad ist ein kleines Kraftfahrzeug, das Platz für ein bis drei Personen bietet und vier Räder hat. In Österreich unterliegen diese Fahrzeuge der Vignettenpflicht, zudem ist ein Helm zu tragen. Bis zu einer Bauartgeschwindigkeit von 45 km/h und maximal 50 ccm Hubraum genügt hierzulande noch ein Mopedführerschein.

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