04.05.2020 15:51 |

Welt-Asthma-Tag

Durchatmen in Corona-Zeiten

Trotz bzw. gerade wegen Corona wird am Welt-Asthma-Tag am 5. Mai auf die besonderen Herausforderungen von Patienten in dieser Zeit aufmerksam gemacht. Kortisonfreie Therapien bringen Betroffenen Erleichterung.

Etwa 500.000 Personen leiden in Österreich unter Asthma. „Die regelmäßige Verabreichung von systemischem Kortison sollte dabei möglichst vermieden werden“, betont Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Pohl vom Krankenhaus Hietzing in Wien. „Dank intensiver Forschung in den vergangenen Jahren wurde eine gezieltere Therapie mit Antikörpern, speziell bei Patienten mit schwerem Asthma entwickelt, die zu einer wesentlichen Verbesserung der Lebensqualität der Patienten beiträgt“. Besonders streicht der Experte hervor, dass in Zeiten von Corona diese Behandlung auf jeden Fall fortgesetzt werden soll. "Eigene Erfahrungen haben gezeigt, dass bei Patienten mit einer Antikörpertherapie trotz einer schwerwiegenden Infektion wie Covid-19 keine Verschlimmerung der Symptome nachweisbar waren. Somit konnten eine Hospitalisierung und eine zusätzliche Therapie mit systemischen Kortison vermieden werden.

Die genetischen Hintergründe der Erkrankung sind längst nicht alle geklärt. Adipositas und Stress können zur Entstehung von Asthma beitragen. Männer erkranken eher vor der Pubertät, Frauen danach. Einen überragenden Faktor stellen Allergien dar. Das Rauchen ist ebenso ein starker Risikofaktor. Die Ausprägungen von Asthma sind ganz unterschiedlich. Während manche Patienten nur leichte Beschwerden haben, sind andere - vor allem schwere Asthmatiker - deutlich eingeschränkt durch Symptome wie Luftnot, Brustenge oder starkem Husten. Schweres Asthma tritt meist im Alter zwischen 35 bis 50 Jahren.

Karin Rohrer, Kronenzeitung

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