Panischer Funkspruch

Tanker unter iranischem Beschuss: „Sie feuern!“

Ausland
19.04.2026 22:20

Kurz war die Straße von Hormuz geöffnet, schnell schloss der Iran sie wieder. „Keinem Schiff“ sei die Durchfahrt gestattet, hieß es am Samstag von der iranischen Marine. Ein indischer Öltanker wurde – wie berichtet – von Kanonenbooten beschossen. Ein Funkspruch zeigt nun, wie dramatisch der Vorfall war.

Der indische Supertanker Sanmar Herald, beladen mit zwei Millionen Barrel Rohöl, befand sich Samstagfrüh in der Straße von Hormuz, als sich zwei iranische Kanonenboote näherten. Weder gab es den Versuch, Funkkontakt aufzunehmen, noch gab es eine Warnung. Die Schiffe begannen plötzlich, den Tanker zu beschießen.

„Lassen Sie mich umkehren!“
Ein indisches Crewmitglied – vermutlich der Kapitän – appelliert daraufhin verzweifelt an die Marine-Spezialeinheit der Iranischen Revolutionsgarden, mit dem Beschuss aufzuhören. „Dies ist das Schiff Sanmar Herald. Sie haben mir die Erlaubnis zur Durchfahrt erteilt, mein Name steht an zweiter Stelle auf der Liste“, ist in dem Funkspruch zu hören. „Sie schießen jetzt! Lassen Sie mich umkehren“, ruft der Mann.

Den Funkspruch hören Sie hier:

Supertanker musste wenden
Tracker-Daten zeigen, wie der Kapitän seinen riesigen Tanker mitten in der Meerenge wendet und wieder zurück in den Persischen Golf fährt. Laut dem britischen Seefahrt-Operationszentrum blieb die Crew unverletzt und der Tanker unbeschädigt.

Ein weiteres Schiff unter indischer Flagge, der Frachter Jag Arnav, kam am Samstag laut Medienberichten ebenfalls unter Beschuss. Auch dieses Schiff musste umkehren. 

Indien bestellte Botschafter ein
Nach den Vorfällen bestellte Indien den iranischen Botschafter ein. Bei dem Treffen habe man dem Diplomaten die „tiefe Besorgnis Indiens über den Schießvorfall“, hieß es aus dem Außenministerium in Neu-Delhi. Das Ministerium sprach konkret von Schüssen auf die Handelsschiffe. Weitere Details wurden nicht genannt.

Indien habe betont, wie wichtig ihm die Sicherheit der Handelsschifffahrt und der Seefahrer sei, hieß es. Iran habe früher die sichere Durchfahrt mehrerer Schiffe mit Ziel Indien gewährt. Neu-Delhi rief jetzt Teheran dazu auf, Schiffen die Fahrt durch die Straße von Hormuz wieder zu erleichtern.

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