09.05.2020 06:00 |

True-Wireless-Ohrhörer

Samsung Galaxy Buds+: Sattes Plus bei Akku, Klang

Ein Plus an Klang und vor allem Akku-Laufzeit verspricht Samsung mit der neuesten Generation seiner Galaxy Buds - und fügt diesen treffenderweise ein „+“ im Namen hinzu. Wie sich die True-Wireless-Ohrhörer in der Praxis schlagen, verrät der krone.at-Test.

Rot und Blau statt Gelb: Sieht man einmal von den beiden neuen Farbvarianten ab, unterscheiden sich die Galaxy Buds+ optisch nicht von ihrem rund ein Jahr alten Vorgänger. Die Abmessungen von Ohrhörer und Ladeetui blieben unverändert, einzig beim Gewicht gibt es Abweichungen, die allerdings so marginal sind, dass sie nicht in dieses fallen: Die Stöpsel bringen nun mit 6,3 Gramm jeweils 0,3 Gramm mehr auf die Waage, das Ladeetui mit 39,6 Gramm dagegen 1,4 Gramm weniger.

Laufzeit nahezu verdoppelt
Dass ist durchaus erstaunlich, da sich unter der hochglänzenden Hülle mit Perlmutt-Anmutung einiges zum Besseren verändert hat. Da wäre zunächst die Akku-Laufzeit, die beinahe verdoppelt wurde: Statt bis zu sechs Stunden tönen die Buds+ nun bis zu elf Stunden am Stück. Das Ladeetui hält weitere elf Stunden in Reserve und somit vier mehr als das Vorgängermodell. Ein Wert, der sich mit den Erfahrungen im Praxistest deckt, und Apples AirPods durchaus alt aussehen lässt. Die kommen mit einer Ladung nämlich lediglich auf bis zu fünf Stunden, die neuere Pro-Variante gar nur auf 4,5 Stunden.

Zusätzliches Außen-Mikrofon
Die zweite wichtige Neuerung: Um die Nebengeräusche bei Telefonanrufen zu minimieren, spendiert Samsung den Buds+ ein zweites nach außen gerichtetes Mikrofon. Über die dazugehörige App - dazu später mehr - kann dank diesem zudem genauer angepasst werden, wie stark die Umgebungsgeräusche zum Hörer dringen oder eben nicht.

Zwei-Wege-Lautsprecher
Die dritte, aber neben der Akkulaufzeit wohl wichtigere Neuerung betrifft den Klang, verbaut Samsung doch nun einen Zwei-Wege-Lautsprecher, wodurch sich ein insgesamt ausgewogeneres Klangbild ergibt. Dass die Buds dem persönlichen Empfinden nach noch immer zu mittig klingen, lässt sich dankenswerterweise per App ändern. Einen Equalizer, der sich nach den individuellen Vorlieben einstellen lässt, gibt es dort zwar nicht, dafür in Summe jedoch sechs verschiedene Presets, die die meisten Vorlieben (mehr Bass, mehr Höhen, dynamisch, klar etc.) abdecken dürften.

Vorbildliche App
Die App selbst präsentiert sich übrigens vorbildlich gestaltet. Nicht nur gibt sie Auskunft über die verbleibende Akkulaufzeit, sondern erlaubt neben dem Klang auch eine Anpassung der Bedienung über die beiden Touchpads. So kann für jede Stöpsel-Seite definiert werden, welche Aktion durch längeres Berühren durchgeführt werden soll - vom Starten eines Sprachbefehls über die Aktivierung von Spotify oder des Umgebungsmodus bis zur Lautstärke-Kontrolle.

Über die Funktion „Meine Buds finden“ können die Stöpsel darüber hinaus mittels Piepton geortet werden. Verlieren sollte man einen der Stöpsel aber nicht, denn im Gegensatz zu Apple, der offiziell Ersatz-Stöpsel zum Kauf anbietet, ist bei Samsung ein Ersatz nur umständlich über ein Einschicken des noch verbliebenen Hörers möglich.

Sehr guter Halt und Tragekomfort
Immerhin: Im Vergleich etwa zu den unlängst getesteten JBL Tune 220TWS sitzen die Buds+ dank Silikonstöpsel bereits in der standardmäßig ausgelieferten Größe sicher im Ohr. Zusätzlichen Halt liefert der sogenannte Stabilisierungsaufsatz, profan oftmals Gummiflügel oder -lippe genannt. Sowohl Stöpsel als auch Aufsatz liegen in drei unterschiedlichen Größen bei und lassen sich dementsprechend an jedes Ohr anpassen.

Fazit: Mit deutlichen Verbesserungen beim Klang und bei der Akku-Laufzeit, sehr gutem Tragekomfort und einer vorbildlichen Bedienung per App bieten Samsungs Galaxy Buds+ kaum Anlass zur Kritik. Gewünscht hätten wir uns lediglich statt vordefinierter Presets zur Klangoptimierung einen wirklichen Equalizer (und ein mattes Finish statt der Perlmutt-Optik, aber das ist eine Frage des Geschmacks). Der Preis von derzeit günstigstenfalls rund 130 Euro (UVP 169 Euro) ist zwar nicht günstig, im Vergleich zur Konkurrenz aber durchaus gerechtfertigt.

Sebastian Räuchle
Sebastian Räuchle
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