Die USA haben einen überarbeiteten Vorschlag zu einem Kriegsende aus dem Iran erhalten. Das teilte ein pakistanischer Vermittler am Montag mit. Beide Seiten würden ihre Bedingungen immer wieder ändern, sagte er.
Das iranische Außenministerium bestätigte die Übermittlung des neuen Vorschlags. Die Gespräche mit den USA würden „über den pakistanischen Vermittler fortgesetzt“. Die iranische Führung findet die Bedingungen der Vereinigten Staaten „überzogen“. Das Weiße Haus verlangt etwa „sehr strenge und langfristige Restriktionen für den iranischen Atomsektor“. Demnach dürfe der Iran nur noch eine Atomanlage betreiben und müsse seinen Bestand an hoch angereichertem Uran den USA aushändigen, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Fars. Zudem wolle Washington nicht einmal 25 Prozent der eingefrorenen iranischen Guthaben freigeben und keine Reparationszahlungen für Kriegsschäden leisten, hieß es.
Die Friedensgespräche stocken bereits seit Längerem. „Wir haben nicht viel Zeit“, sagte ein pakistanischer Insider auf die Frage zu den Möglichkeiten, die bestehenden Differenzen zu überwinden. Israel stellt sich laut Medienberichten bereits auf eine mögliche Wiederaufnahme der Angriffe im Iran ein. „Unsere Augen sind weit geöffnet in Bezug auf den Iran. Es gibt gewiss viele Möglichkeiten, wir sind auf jedes Szenario vorbereitet“, sagte Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu am Sonntag bei einer Kabinettssitzung in Jerusalem. Er habe anschließend mit US-Präsident Donald Trump telefoniert.
Dieser drohte der iranischen Führung online. „Für den Iran tickt die Uhr“, postete Trump. Die USA und Israel haben den Iran-Krieg Ende Februar begonnen und mit der Rolle der Islamischen Republik als Regionalmacht sowie dem iranischen Atomprogramm begründet. Teheran reagierte mit Gegenangriffen auf Israel, regionale US-Basen sowie die Staaten am Persischen Golf, die die Führung des Landes als US-Verbündete betrachtet. Offiziell gilt sowohl im Iran als auch im Libanon eine Waffenruhe. Die Verhandlungen, den Krieg langfristig zu stoppen, kommen aber nicht vom Fleck.
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