Notfall-Schlichtung

Südkorea will Streiks bei Samsung abwenden

Elektronik
18.05.2026 08:02
Porträt von krone.at
Von krone.at

Südkoreas Regierung will alle Hebel in Bewegung setzen, um im Tarifkonflikt beim Technologiekonzern Samsung Electronics drohende Streiks abzuwenden. Ministerpräsident Kim Min Seok brachte dafür am Sonntag nach einem Krisentreffen mit Ministern auch eine Notfall-Schlichtung ins Gespräch. 

Eine Anordnung zum Einsatz dieses selten angewandten Kriseninstruments kann vom Arbeitsminister erlassen werden. Und zwar dann, wenn der Staat die Einschätzung vertritt, dass ein Streitfall voraussichtlich der Wirtschaft oder dem öffentlichen Leben schaden wird. Die Anordnung untersagt Arbeitskämpfe unverzüglich für einen Zeitraum von 30 Tagen, während die Nationale Kommission ein Vermittlungs- und Schlichtungsverfahren einleitet.

Der weltgrößte Speicherchip-Hersteller und die Gewerkschaft des Unternehmens sollen am Montag ihre Tarifverhandlungen unter staatlicher Vermittlung wieder aufnehmen. Dies könnte die Sorge vor einem folgenschweren Streik bei dem Technologiekonzern lindern. Samsung steht für fast ein Viertel der gesamten Exporte des Landes.

Gewerkschaft will nicht nachgeben
Die Gewerkschaft hatte einen 18-tägigen Streik ab dem 21. Mai angekündigt, an dem sich Schätzungen zufolge mehr als 45.000 Beschäftigte beteiligen wollten. Die Gewerkschaft erklärte am Sonntag, sie werde dem Druck hinsichtlich einer Schlichtung nicht nachgeben und keiner Lohnvereinbarung zustimmen, sollte das Unternehmen ein weniger vorteilhaftes Angebot vorlegen.

Im Zentrum des Tarifkonflikts steht die Verteilung der Gewinne aus dem Boom bei Künstlicher Intelligenz. Bei den bisherigen Tarifverhandlungen gab es keine Annäherung.

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