Vergleich zu Sobotka

Rosenkranz senkte Catering-Kosten um 480.000 Euro

Innenpolitik
17.05.2026 06:45

Der blaue Nationalratspräsident zückte den Rotstift: Im Vergleich zu seinem ÖVP-Amtsvorgänger Wolfgang Sobotka sparte Walter Rosenkranz vor allem bei den Kosten für das Catering eine satte Summe ein. „Parlaments-Partys“ sollen also der Vergangenheit angehören – die Öffnungszeiten für die Besucher trotz des Spardrucks aber unverändert bleiben.

Die fetten Jahre sind endgültig vorbei. Das gilt angesichts der maroden Staatskassen derzeit bei den Budgetverhandlungen der Bundesregierung ganz besonders. Und es gilt auch genau dort, wo die Regierung ihre Einsparungen beschließen und SPÖ-Finanzminister Markus Marterbauer bei seiner Budgetrede die Maßnahmen begründen muss – im Nationalrat.

Kassensturz im Parlament
Im Parlament selbst hat man seinen Beitrag aber gewissermaßen ohnehin bereits geleistet. Wie der „Krone“ vorliegende Zahlen aus der Parlamentsdirektion zeigen, wurde unter Nationalratspräsident Rosenkranz bereits massiv gespart – insbesondere im direkten Vergleich zu seinem Amtsvorgänger Sobotka. Der Kassensturz im Parlament zeigt: Gespart wurde vor allem bei Caterings. Unter Rosenkranz wurde im direkten Vergleich zu Sobotkas letztem vollem Jahr als Präsident etwa eine halbe Million Euro an Kosten für Caterings im Hohen Haus gespart.

Auch bei präsidialen Dienstreisen setzte der blaue Präsident im Vergleich zu seinem schwarzen Vorgänger den Rotstift an. Laut Angaben der Parlamentsdirektion kam Sobotka im Jahr 2023 auf Reisekosten in der Höhe von rund 215.000 Euro (jeweils mit Begleitungen). Rosenkranz reiste (ebenso mit Begleitern) im Jahr 2025 hingegen lediglich um rund 33.000 Euro.

(Bild: Krone KREATIV)

Großer Unterschied bei Reisekosten
Eingespart wird aber nicht nur im Großen, sondern auch im Kleinen. So gab Sobotka in seinem letzten ganzen Jahr als zweithöchster Mann des Staates 71.789,57 Euro für Blumenschmuck im Parlament aus – Walter Rosenkranz im Jahr 2025 indes nur 824 Euro (siehe Grafik oben).

„Die Floristen werden zwar keine Freude mit mir haben, aber Einsparungen sind eben nötig. Wichtig ist, dass wir ohne Qualitätsverlust sparen“, erklärt Rosenkranz im Gespräch mit der „Krone“. Diesen konsequenten Konsolidierungspfad will der Präsident auch weitergehen. Die Sparvorgaben des Finanzministeriums für das vergangene und das aktuelle Jahr liegen bei je 13 Millionen Euro.

Öffnungszeiten bleiben aufrecht
Die Einsparungsziele für die Folgejahre seien, wie alle Maßnahmen derzeit, in Verhandlung. Unberührt davon soll – so viel stellt der Präsident in Aussicht – aber die Demokratieförderung bleiben. Heißt unterm Strich: Es bleibt beim halben Schließtag des Parlaments am Montagnachmittag. 

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