Für weitere Fälle

So hoch ist laut WHO das Hantavirus-Risiko

Ausland
18.05.2026 06:40
Porträt von krone.at
Von krone.at

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft das Risiko durch den Hantavirus-Ausbruch weiterhin als niedrig ein. Zwar könnten bei Menschen, die an Bord des Kreuzfahrtschiffes „MV Hondius“ waren, weitere Fälle auftreten, das Risiko einer Weiterverbreitung dürfte aber sinken.

So hätten die Passagierinnen, Passagiere und Besatzungsmitglieder inzwischen das Schiff verlassen und Kontrollmaßnahmen würden umgesetzt. Man werde die Lage weiter genau beobachten, teilte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Sonntagabend mit. Das Kreuzfahrtschiff soll am Montagvormittag im niederländischen Hafen Rotterdam anlegen. Dort sollen die 27 letzten Menschen von Bord gehen, darunter 25 Besatzungsmitglieder und zwei medizinische Kräfte. Die „MV Hondius“ wird vom niederländischen Reiseveranstalter Oceanwide Expeditions betrieben.

Bei dem Hantavirus-Ausbruch kamen drei Personen ums Leben. Laut offiziellen Angaben wurde das Virus bisher bei sieben weiteren Personen bestätigt, zudem gibt es einen wahrscheinlichen Fall.

Das Schiff „MV Hondius“
Das Schiff „MV Hondius“(Bild: EPA/RAMON DE LA ROCHA)

Nur ein Stamm von Mensch zu Mensch übertragbar
Das Virus war während einer Kreuzfahrt von Argentinien zu den Kapverden ausgebrochen. Es handelt sich um das Andesvirus, den einzigen Stamm, der nachweislich von Mensch zu Mensch übertragbar ist, allerdings nur bei engem oder längerem Kontakt mit einer infizierten Person. Der erste Nachweis einer Infektion wurde am 5. Mai gemeldet.

Die Erkrankung beginnt meist mit hohem Fieber, das mehrere Tage anhält, und von grippeähnlichen Symptomen wie Kopf- und Muskelschmerzen begleitet wird. Ein bis 15 Prozent der Fälle nehmen einen tödlichen Verlauf. Hantaviren kommen weltweit vor. In Österreich ist die Rötelmaus als Wirtstier verbreitet.

Die „MV Hondius“ war zum Zeitpunkt des Ausbruchs mit etwa 150 Menschen an Bord unterwegs. Mehr als 120 von ihnen verließen vor ungefähr einer Woche das Schiff und traten von der spanischen Insel Teneriffa aus die Heimreise an. Wegen der langen Inkubationszeit und des potenziell tödlichen Verlaufs werden sie weiterhin medizinisch überwacht.

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