09.04.2020 13:20 |

Phishing-Welle in NRW

Corona-Hilfszahlungen nach Cyber-Attacke gestoppt

Das deutsche Bundesland Nordrhein-Westfalen (NRW) hat angesichts einer groß angelegten Betrugskampagne im Internet die Auszahlung von Corona-Soforthilfen an Selbstständige und Firmen eingestellt. Cyberkriminelle hatten Unternehmer auf falsche Antrags-Seiten gelockt und mit den erbeuteten Daten versucht, die Staatshilfen selbst einzustreichen.

Das berichtet das IT-Portal „Heise“. Die Entscheidung, die Auszahlungen zu stoppen, sei in Absprache mit dem Landeskriminalamt erfolgt, nachdem laut den Ermittlern die Betreiber von Fake-Websites „mit gefälschten Antragsformularen Daten abgefischt und diese mutmaßlich für kriminelle Machenschaften genützt“ hätten.

Dem Bericht zufolge sollen die Cyberkriminellen versucht haben, über Suchmaschinenwerbung möglichst viele Unternehmer auf ihre gefälschten Websites zu locken und gleichzeitig selbst für von der Corona-Krise gebeutelte Unternehmen gedachte Staatshilfen abzustauben.

Cybercrime-Spezialisten ermitteln
Der Auszahlungs-Stopp betreffe mehrere Tausend Antragsteller. Ob ein finanzieller Schaden entstanden ist, konnte das zuständige Wirtschaftsministerium noch nicht sagen. Eine der betrügerischen Websites war am Donnerstagvormittag noch erreichbar. Die Ermittlungen hat die auf besonders schwerwiegende Cybercrime-Delikte spezialisierte Zentral- und Ansprechstelle Cybercrime Nordrhein-Westfalen übernommen.

Eine erste Spur führt nach Osteuropa: Eine „whois“-Anfrage bei einer der Betrugs-Websites weist einen Betreiber in der Slowakei als Seiteninhaber aus. Das muss freilich nichts heißen: Cyberkriminelle sind geübt darin, ihre Spuren zu verschleiern. Unternehmern, die Unterstützung brauchen, rät man, die Antrags-Website nur direkt über den Link soforthilfe-corona.nrw.de aufzurufen. Wer über Suchmaschinen zugreift, landet durch die prominent platzierte Werbung schnell auf einer Fake-Website.

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