Erneut Todesfall

UNIFIL-Soldat im Libanon von Mörsergranate getötet

Ausland
04.06.2026 13:14
Porträt von krone.at
Von krone.at

Bei einem Mörserangriff im Südlibanon ist ein Soldat der UNO-Friedensmission UNIFIL ums Leben gekommen. Wie die Vereinten Nationen mitteilten, erlag der Blauhelm in den frühen Morgenstunden des Donnerstags seinen Verletzungen. Zuvor war er zur Behandlung in ein Krankenhaus in der libanesischen Hauptstadt Beirut gebracht worden.

Der Angriff ereignete sich laut UNO am späten Mittwochabend nahe der Stadt Marjayoun im Südlibanon. Zwei weitere Soldaten der Friedensmission wurden dabei verletzt. Weitere Details zu den Hintergründen des Angriffs wurden zunächst nicht bekannt gegeben. Man habe eine Untersuchung zur Klärung des genauen Hergangs eingeleitet.

„Gewalt beenden“
Nach Angaben der Beobachtermission sei in Südlibanon zuletzt eine „zunehmend hohe Zahl“ an Flugbahnen und Einschlägen registriert worden. Die Gewalt müsse beendet werden, forderte UNIFIL.

1978
Die Blauhelme der UNIFIL überwachen seit 1978 das Grenzgebiet zwischen Israel und dem Libanon. Auch mehr als 160 Soldaten des österreichischen Bundesheeres sind seit 2011 bei der UNIFIL im Einsatz. Sie sind unter anderem für den Transport von Personal und Ausrüstung, die Bergung und Instandsetzung beschädigter UNIFIL-Fahrzeuge, die Versorgung der UNO-Truppe mit Treibstoff und die Lagerhaltung im Hauptquartier zuständig.

Warten auf Waffenruhe
Im Konflikt zwischen Israel und der pro-iranischen Hisbollah im Libanon wurden im Libanon bereits mehrfach UNIFIL-Soldaten getötet und verletzt. In der Nacht haben Israel und der Libanon erneut einen Anlauf zur Umsetzung einer bisher kaum wirksamen Waffenruhe gestartet. Die Hisbollah äußerte sich bisher nicht dazu.

Keine Österreicher unter Opfern
Auch Österreicher befinden sich unter den UNIFIL-Soldaten. Der UNO-Sicherheitsrat hat im Vorjahr das Aus für die Friedensmission mit Ende 2026 beschlossen. Österreichische Bundesheer-Soldaten waren laut Auskunft aus dem Verteidigungsministerium nicht unter den von dem jüngsten Mörserangriff Betroffenen.

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