09.04.2020 10:24 |

Berechtigung fehlte

Strafe für Osttiroler wegen Airbnb-Vermietung

Weil er seine Wohnungen über die Online-Plattform Airbnb vermietet hatte, ist ein Osttiroler jetzt vom Verwaltungsgerichtshof zu einer Strafe von 360 Euro verurteilt worden. Zudem muss er die Gerichtskosten in der Höhe von rund 550 Euro übernehmen. Dem Urteil der Richter nach hätte der Mann für die Vermietung eine Gewerbeberechtigung gebraucht.

Die Bezirkshauptmannschaft Lienz hatte im Juli 2018 über den Osttiroler, der einem Bericht der „Tiroler Tageszeitung“ vom Donnerstag nach im Ausland lebt, eine Geldstrafe in der Höhe von 1000 Euro verhängt, weil der Mann nach Ansicht der Behörde nicht ohne Gewerbeberechtigung hätte vermieten dürfen. Der Mann wandte sich daraufhin an das Landesverwaltungsgericht Tirol.

Strafe gesenkt
Doch dort waren die Richter der gleichen Meinung wie die Bezirkshauptmannschaft: Die Vermietung sei nur mit Gewerbeberechtigung zulässig. Dabei waren Details ausschlaggebend, wie beispielsweise, dass die Wohnungen voll ausgestattet waren und eine Endreinigung in Rechnung gestellt wurde. Die Strafe sahen die Richter aber als zu hoch an und reduzierten sie auf 360 Euro.

Weil der Osttiroler aber auch dieses Urteil nicht akzeptieren wollte, rief er das Höchstgericht an. Dieses bestätigte das Urteil des Landesverwaltungsgerichts. Der Gang zum Höchstgericht war nur deshalb überhaupt möglich, weil es zum Thema „Airbnb und Gewerbepflicht“ noch keine explizite Judikatur der Höchstgerichte gibt.

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