Moore, Markle und Co.

Wenn das stille Glück plötzlich zerbricht

Stars & Society
24.06.2026 20:00

Chiara Pisati erzählte diese Woche erstmals von ihrer Fehlgeburt – und davon, wie unvorbereitet und alleine sie sich während des körperlichen und seelischen Ausnahmezustands gefühlt hatte. Auch Stars wie Demi Moore, Meghan Markle machten ihren schmerzlichen Verlust bereits öffentlich.

Eine Schwangerschaft beginnt meist mit Hoffnung, Vorfreude und den ersten Vorstellungen von einem gemeinsamen Leben. Endet sie plötzlich, bricht für alle Betroffenen eine Zukunft zusammen, die in Gedanken längst begonnen hatte. Dennoch werden Fehlgeburten gesellschaftlich häufig wie ein kurzer medizinischer Zwischenfall behandelt. Viele Frauen sprechen erst Jahre später darüber – oder nie. 

Schauspielerin und Werbe-Gesicht Chiara Pisati entschied sich diese Woche dazu, ihren schmerzhaften Verlust öffentlich zu machen und sprach über ihre Fehlgeburt, die sie vergangenes Jahr erlitt. Mit ihrem ehrlichen Bekenntnis ist sie nicht alleine. 

Demi Moore verlor ihr Baby im sechsten Monat
Hollywood-Star Demi Moore erzählte 2019 in ihren Memoiren „Inside Out“ von einem Verlust, den sie lange mit sich tragen musste. Während ihrer Beziehung mit Schauspieler Ashton Kutcher wurde sie schwanger. Moore war bereits im sechsten Schwangerschaftsmonat, als sie das Baby verlor. Es war ein Mädchen, dem das Paar sogar schon einen Namen gegeben hatte: Chaplin Ray. 

Nach der Fehlgeburt versuchten Moore und Kutcher Berichten zufolge weiterhin, ein gemeinsames Kind zu bekommen, unter anderem mithilfe von Fruchtbarkeitsbehandlungen. Die Hoffnung erfüllte sich jedoch nicht. In ihren Memoiren schilderte die Schauspielerin, wie stark der Verlust und weitere persönliche Krisen sie aus der Bahn warfen. Dass sie erst viele Jahre später darüber schrieb, zeigt zugleich, wie lange Trauer nach einer Fehlgeburt nachwirken kann. 

Meghan Markle verlor ihr zweites Kind
Herzogin Meghan machte ihre Fehlgeburt 2020 in einem sehr persönlichen Essay öffentlich. Der Verlust hatte sich wenige Monate zuvor, im Juli, ereignet. Meghan schilderte, wie sie eines Morgens ihren Sohn Archie versorgte, als sie pötzlich einen starken Krampf spürte. Während sie ihr erstes Kind im Arm hielt, wusste sie, dass sie ihr zweites verlor. Später lag sie im Krankenhaus und hielt die Hand ihres Mannes, Prinz Harry. Beide weinten um ihr ungeborenes Kind. 

Auch Nicole Kidman hat offen über ihren schwierigen Weg zur Mutterschaft gesprochen. Während ihrer Ehe mit Action-Star Tom Cruise erlitt sie zunächst eine Eileiterschwangerschaft. Jahre später folgte eine Fehlgeburt. 

„Gewaltige Trauer“
Über die Folgen sprach Kidman später sehr deutlich. Der Verlust verursachte eine „gewaltige Trauer“, für die es oft keinen ausreichenden Raum gebe. Kidman und Cruise adoptierten während ihrer Ehe zwei Kinder. Mit ihrem letzten Ehemann Keith Urban bekam die Schauspielerin später zwei Töchter – eine brachte sie selbst zur Welt, die jüngere wurde von einer Leihmutter ausgetragen. 

Diese Geschichten sind nur vier von unzähligen. Und so unterschiedlich sie auch sind, sie verbindet eine Botschaft: Keine Frau sollte diesen Verlust verschweigen müssen. Und keine sollte glauben, ihn alleine bewältigen zu müssen.

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