17.07.2019 08:29 |

Facebook beschwichtigt

Libra soll nicht mit Euro & Co. konkurrieren

Facebook versucht, die massive Skepsis der Politik gegenüber seiner geplanten Digitalwährung Libra zu zerstreuen. Libra konkurriere nicht mit nationalen Währungen und werde gängiger Aufsicht zum Beispiel gegen Geldwäsche unterworfen sein, betonte der zuständige Facebook-Manager David Marcus bei einer Anhörung im US-Senat am Dienstag.

Da die Libra Association, die das System verwalten soll, in Genf angesiedelt wird, solle sie von der Schweizer Finanzmarktaufsicht Finma beaufsichtigt werden. Mit ihr seien erste vorbereitende Gespräche geführt worden, sagte Marcus.

Libra basiert zwar ähnlich wie der Bitcoin auf der Blockchain-Technologie, funktioniert aber anders. Nutzer sollen Libra mit klassischen Währungen kaufen können, das Geld wandert dann in einen Fonds, der die Stabilität der Digitalwährung garantieren soll.

Günstigere Alternative
Marcus verteidigte in seinem Auftritt im Senats-Finanzausschuss das Projekt. Heute sei es für viele Menschen zu teuer, ihr Geld zu nutzen und zu überweisen - und Libra könne eine effiziente und sichere Alternative bieten.

Zugleich schürte der Facebook-Manager bei den Abgeordneten Ängste vor einer Dominanz Chinas in dem Bereich: „Ich bin überzeugt, wenn Amerika nicht die Innovationen bei digitalen Währungen und Bezahlsystemen anführt, werden das andere tun.“ Und dann werde man bald eine Digitalwährung sehen, „die von anderen kontrolliert wird, deren Werte drastisch anders sind“.

Facebook werde sich die nötige Zeit nehmen, alles richtig zu machen.

 krone.at
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