Betroffen davon waren auch jene Nutzer, die ihre Mailadressen ausdrücklich nicht öffentlich zeigen wollen und dementsprechende Einstellungen in den Datenschutz-Optionen vorgenommen haben. Versuche, die Adressen wieder unsichtbar zu machen, sollen in der Zeit der Panne nicht zum Ziel geführt haben.
Die Nutzer reagierten ungehalten auf das Datenleck und machten ihrem Unmut auf Twitter und in Blogs Luft. Die versehentliche Veröffentlichung verschärft zusätzlich die Diskussion über die neuen Datenschutzrichtlinien, die das Unternehmen von Gründer Mark Zuckerberg einführen will. Ob die ungewollte Veröffentlichung der Mail-Adressen etwas mit den geplanten Änderungen zu tun hatte, wollte Facebook nicht kommentieren.
Im Zuge der Neugestaltung der Datenschutzrichtlinien soll das Netzwerk dazu ermächtigt werden, private Daten der Nutzer auch an andere Unternehmen weiterzugeben, sofern sie oder deren Freunde Angebote dieser externen Firmen nutzen. Facebook betont in diesem Zusammenhang, dass andere Anbieter zuvor eine strenge Prüfung durchlaufen sowie eigene Datenschutzbestimmungen erlassen müssten. Neben der Weitergabe persönlicher Daten erwägt Facebook auch das Sammeln von ortsbasierten Informationen, um lokalisierte Dienste und Werbung anbieten zu können.
Die Änderungen können derzeit von den Facebook-Nutzern kommentiert werden. Wie es aussieht, betrachtet die Mehrheit die Pläne mit einer Mischung aus Argwohn und offener Ablehnung.
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