Die Ukraine hat in den vergangenen Wochen russische Ölexporthäfen am Finnischen Meerbusen mit Langstreckendrohnen attackiert. Auf dem mehrere Hundert Kilometer langen Flug gerieten mehrmals Drohnen auf das Gebiet Finnlands oder der baltischen Staaten. Der ehemalige Verteidigungsminister Sergej Schoigu sieht das als Unterstützung des ukrainischen Krieges und droht nun den betroffenen Staaten mit militärischer Gegenwehr.
„Dann werden sie offen zu Teilnehmern einer Aggression gegen Russland“, sagte der jetzige Sekretär des russischen Sicherheitsrates in Moskau der staatlichen Nachrichtenagentur TASS. Russland habe dann ein von den Vereinten Nationen verbrieftes Recht auf Selbstverteidigung.
Moskau stellt es so dar, als durften die ukrainischen Drohnen auf ihrem Flug die sicheren Drittstaaten nutzen. Dies ist in Helsinki wie in Tallinn, Riga und Vilnius dementiert worden. Die baltischen Staaten haben um verstärkten Schutz der NATO vor solchen Zwischenfällen gebeten. Die Schuld daran liege trotzdem nicht bei der Ukraine, sondern bei Russland, das den Krieg begonnen habe.
Geberländer: „Krieg darf nicht in Vergessenheit geraten“
Am Donnerstag warnten 15 Geberländer der Ukraine in Washington vor der Frühjahrstagung des Internationalen Währungsfonds davor, dass der Krieg in der Ukraine wegen des aufgeflammten Nahost-Konflikts in Vergessenheit gerät. Deutschlands Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) sagte, Europa brauche bei der Finanzierung der Ukraine Hilfe von weiteren Staaten. Er sei glücklich über den Ausgang der Parlamentswahl in Ungarn. Budapest hatte immer wieder einen 90 Milliarden Euro schweren Kredit zugunsten der von Russland angegriffenen Ukraine blockiert.

Der Nahost-Konflikt hatte zuletzt Aufmerksamkeit von der Ukraine Richtung Iran verschoben. Russland profitiere von den sprunghaft gestiegenen Energiepreisen seit den Angriffen der USA und Israels auf den Iran, so Klingbeil. „Russland ist der Gewinner der Situation.“ Dies sei nicht gut.
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