Während der Vorbereitung für meinen Zeichenunterricht stieß ich auf das Thema Weltall. „Perfekt“, dachte ich, „das kann ich gleich mit der Mondumrundung der Rakete Artemis 2 verbinden. Ein Video findet sich dazu sicher.“
Tatsächlich waren die Drittklässler äußerst interessiert am Thema und motiviert für die Zeichenstunde. Womit ich allerdings nicht gerechnet hatte: Etliche Schüler hielten den Bericht zur Mondumrundung für gefakt. „Das hat Trump erfunden. Er will, dass Amerika toll ist.“
Große Aufregung, der Zeichenunterricht musste warten. Zuerst wurde geklärt, dass die Mission der NASA tatsächlich stattgefunden und nicht viel mit dem US-Präsidenten zu tun hatte. Selbst, wenn dieser manchmal durchaus wirre Sätze äußern mag.
Den neunjährigen Kareem beschäftigte etwas: „Elon Musk baut Häuser auf dem Mars. Wirklich, ich habe ein Video gesehen.“ Andere Kinder bestätigten das, also erneute Aufregung. Die Zeichnungen mussten immer noch warten. Ich klärte auf:“ Vielleicht möchte Herr Musk das tatsächlich. Möglich ist es derzeit nicht. Auch, wenn solche Geschichten auf social Media herumgeistern.“ Als wir uns endlich den Weltraumzeichnungen widmen konnten, waren die Drittklässler entspannt. Vielleicht, weil sie neue Erkenntnisse gewonnen hatten.
Unzählige Informationen prasseln auf unsere Schüler ein. Es ist verdammt schwierig, zwischen Tatsachen und Fake News zu unterscheiden. Aber wahrscheinlich nicht nur für Drittklässler!
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