Abbau sorgt für Ärger

Rutsche und Schaukel weg, Streit im Rathaus da

Niederösterreich
16.04.2026 19:00

Ein abgebauter Spielplatz sorgt für hitzige Debatten in St. Pölten. Die ÖVP sieht dadurch ein Wahlversprechen von Rot-Grün gebrochen. Der Konter ließ nicht lange auf sich warten.

Einst tobten dort Kinder auf Rutschen, Schaukel und Co., nun zeugen nur mehr der übrig gebliebene Kies und Sand von dem einstigen Treiben auf einem kleinen Spielplatz an der Traisen nahe der Bahnüberführung. Denn die Spielgeräte wurden abgebaut. „Jeder Spielplatz weniger nimmt Familien die Möglichkeiten zur gemeinsamen und sinnvollen Freizeitgestaltung an der frischen Luft statt vor dem Fernseher oder der Spielkonsole“, schlagen ÖVP-Klubobmann Alexander Thallmeier und Familiensprecherin Romy Windl Alarm.

Sündenbock und Ursache
Für sie ist der Schuldige rasch gefunden: „Das war im Auftrag der rot-grünen Stadtregierung. Sie versprechen soziale Gerechtigkeit und Lebensqualität, streichen aber gleichzeitig einen Spielplatz ersatzlos!“ Einen vermeintlichen Grund hat die ÖVP auch schnell gefunden. „Während zwar tausende Euro für neue Kulturprojekte übrig sind, dürfte hier das Geld fehlen“, vermutet die Volkspartei den Grund der Maßnahme im Budget.

45 Spielplätze für 60.000 Einwohner
Im Rathaus will man davon aber nichts wissen. „Grundsätzlich ist festzuhalten, dass das Land pro 5000 Einwohner einen Spielplatz vorschreibt. Wir haben 45 Spielplätze für 60.000 Einwohner“, betont man. Der betroffene Spielplatz wurde außerdem beim Hochwasser 2024 schwer beschädigt, unter dem Spielplatz verlaufe zudem auch eine Gasleitung. Im Zuge einer Evaluierung sei man dann zur Erkenntnis gekommen, den Spielplatz aufzulassen und stattdessen andere aufzuwerten. „Der nächste ist Luftlinie 500 Meter entfernt“, informiert ein Stadtsprecher. Die abgebauten Spielgeräte würden im Hochzeits- und Geburtenwald bei der Teufelhofsiedlung ein neues Zuhause finden. 

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