Nach einem Arbeitsunfall musste ein verletzter Pole (34) über Umwege von der Baustelle des Pumpspeicherkraftwerks Ebensee gerettet werden. In der „Krone“ erzählt der Kommandant der FF Ebensee, wie schwierig die Bergung war und wie man alle Probleme gelöst hat.
Es gibt Tage im Leben, da stellen sich einem viele Hindernisse in den Weg. Das erlebten am Donnerstag auch die Retter nach einem schweren Arbeitsunfall auf der Baustelle des Pumpspeicherkraftwerkes Ebensee. Dort war gegen 4 Uhr früh ein 34-jähriger Arbeiter aus Polen bei der Reinigung einer Fräsmaschine in diese geraten und dabei schwer verletzt worden.
Unglück in Schacht
Weil das Unglück in einem rund 200 Meter langen Schacht mit einem Gefälle von 60 Prozent geschah, gestaltete sich die Rettung des Mannes mehr als schwierig. „Wir sind nur mit einem Aufzug, in dem nur sechs Personen Platz hatten, zu ihm gekommen“, schildert Christoph Pilz, Kommandant der FF Ebensee die brenzlige Situation.
Der Einsatz war mehr als ungewöhnlich und da ist wirklich alles zusammengekommen. Aber wir haben alle Probleme gelöst.

Christoph Pilz, Kommandant FF Ebensee
Bild: FF Ebensee
In Aufzugskabine gelegt
Dazu kam, dass sich die Retter zuerst in die Aufzugskabine legen mussten, weil sich diese erst nach mehreren Metern aufstellt. „Das war wie in einer Streichholzschachtel“, so Pilz. Nur so gelangten die Feuerwehrmänner, Bergretter und der Notarzt dann zu dem Mann. Unten angekommen, das nächste Problem: „Der Schacht war noch durch eine Maschine blockiert, wir konnten nicht weiter“, erzählt der Feuerwehrkommandant. Also musste man den Verletzten über einen anderen Schacht retten. Doch auch hier gab es ein Problem: „Da wurde noch am Vortag gesprengt und man musste den Weg erst frei machen“, erzählt Christoph Pilz im Gespräch mit der „Krone“.
Und so dauerte es am Ende bis 8 Uhr, ehe der 34-jährige Pole endlich mit dem Rettungshubschrauber ins Unfallkrankenhaus geflogen werden konnte. „Da ist wirklich alles zusammengekommen“, resümiert Pilz.
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