02.04.2019 12:16 |

Preis-Hammer

Dieser Flügeltürer ist nicht, was Sie glauben

Die legendären Mercedes-Flügeltürer sind praktisch unbezahlbar, unter einer Million braucht man eigentlich nicht nachdenken. Aber will man so einen 300 SL haben, weil er ist, was er ist, oder weil er aussieht, wie er aussieht? Diese Frage dürfte zu dem Auto geführt haben, das wir hier sehen, denn es ist zwar ein Mercedes (irgendwie noch immer), sogar ein Flügeltürer, aber nicht das Original, für das man ihn auf den ersten Blick halten könnte.

Ein Mercedes-Freak, der weder drei Häuser verpfänden noch mit veralteter Technik unterwegs sein soll, hat sich diesen Wagen vor 15 Jahren bauen lassen. Unterm handgearbeiteten Blech steckt ein Mercedes SLK 320, Baujahr 2000, Kilometerstand 46.816, samt Motor, Antriebsstrang und Interieur. Das bedeutet also: Das Schmuckstück wird von einem 3,2-Liter-V6 angetrieben, der 218 PS leistet und über ein Sechsgang-Schaltgetriebe die Hinterachse antreibt.

Dadurch sind auch die unbestreitbaren Nachteile eines Oldtimers kein Thema. Es sind alle Annehmlichkeiten an Bord, von ABS und ESP über die Klimaanlage bis zum modernen Fahrwerk.

Die Karosserie ist nicht etwa eine Original-SL-Karosserie, sondern wurde eigens angefertigt, um auf den SLK zu passen. Der Rahmen wurde im Bereich der Türen verstärkt, um die Steifigkeit zu erhalten. Auch Türen (mit klassischen Schiebefenstern) und Scharniere sind Sonderanfertigungen.

Im Interieur wurde der gesamte Einstiegsbreich sowie Cockpit und Mitteltunnel komplett in schwarzem Leder gearbeitet. Die originalen SLK-Sportsitze wurden im Mittelbereich mit klassischem Karostoff bezogen.

Was nach alten Stahlfelgen aussieht, sind speziell hergestellte Alufelgen mit entsprechender Optik. Das Fahrwerk wurde einige Zentimeter tiefergelegt, soll aber noch immer komfortabel sein, verspricht der Besitzer.

Noch moderner als am Original-SLK ist die Beleuchtung: Scheinwerfer und Frontblinker sind LEDs.

Einziger Wermutstropfen: Auch ein nicht-originaler Flügeltürer kostet eine Stange Geld: „Car Special“ in Kerpen (in der Nähe von Köln) ruft 198.800 Euro auf.

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