Sa, 16. Februar 2019
10.03.2010 16:16

3-Liter-Racer

Porsche 918 Spyder mit über 700 PS und 3 Litern Verbrauch

Porsche hat am Autosalon in Genf einen Supersportwagen mit dem Schadstoffausstoß eines Kleinwagens vorgestellt: die Konzeptstudie 918 Spyder. Der Mittelmotor-Zweisitzer hat einen Benzin- und drei Elektromotoren und leistet insgesamt weit über 700 PS. Dabei hat er einen Normverbrauch von nur 3,0 Litern auf 100 Kilometern, was einer CO2-Emission von 70 Gramm pro Kilometer entspricht.

Der Plug-in-Hybrid-Sportler beschleunigt in 3,2 Sekunden von null auf 100 km/h, erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von über 320 km/h und eine Rundenzeit auf der Nürburgring-Nordschleife, die mit weniger als 7:30 Minuten sogar besser ist als die des Porsche Carrera GT.

Allrad- durch Hybridantrieb
Der offene Zweisitzer wird von einem Hochdrehzahl-V8-Motor mit mehr als 500 PS und einer maximalen Drehzahl von 9.200/min sowie von Elektromaschinen an Vorder- und Hinterachse angetrieben, die auf eine mechanische Gesamtleistung von 218 PS (160 kW) kommen. Der V8 ist eine Weiterentwicklung des erfolgreichen 3,4-Liter-Triebwerks aus dem Rennwagen RS Spyder und in Mittelmotorposition vor der Hinterachse platziert. Als Kraftübertragung dient ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe, über das zudem die Kraft des Elektroantriebs an der Hinterachse eingeleitet wird. Der vordere Elektroantrieb treibt die Räder über eine feste Übersetzung an.

Als Energiespeicher dient eine fluidgekühlte Lithium-Ionen-Batterie hinter der Fahrgastzelle. Bei einem Plug-in-Hybrid kann die Batterie am Stromnetz aufgeladen werden. Außerdem wird die Bewegungsenergie des Fahrzeugs beim Bremsen in elektrische Energie umgewandelt und in die Batterie eingespeist. Für Beschleunigungsvorgänge steht damit zusätzliche Energie zur Verfügung.

25 Kilometer rein elektrisches Fahren
Über einen Stellknopf am Lenkrad lassen sich vier unterschiedliche Betriebsarten abrufen: Im Modus „E-Drive“ ist rein elektrisches Fahren mit einer Reichweite von bis zu 25 Kilometern möglich. Im „Hybrid“-Modus nutzt der 918 Spyder sowohl die Elektromaschinen als auch den Verbrennungsmotor, wobei der Einsatz der einzelnen Antriebskomponenten der jeweiligen Fahrsituation entspricht und von verbrauchs- bis leistungsorientiert reichen kann.

Eine modular aufgebaute Struktur mit einem Monocoque aus kohlefaserverstärktem Kunststoff (CFK) und die gezielte Verwendung von Magnesium und Aluminium sorgen für das geringe Gewicht von unter 1.490 Kilogramm.

Das Designkonzept des 918 Spyder weckt mit seiner Anlehnung an legendäre Rennfahrzeuge wie den Porsche 917 Le Mans und den aktuellen Porsche RS Spyder Emotionen. Eine Porsche-typische, variable Aerodynamik setzt im Bereich des Heckspoilers Akzente. Die prägnanten Hutzen als Verlängerungen der Kopfstützen erfüllen im 918 Spyder nicht nur aerodynamische Aufgaben, sondern beherbergen zudem ausfahrbare Luftansaugstutzen mit Ram Air-Funktion.

Wahlweise sparen oder spurten
Der Fahrer hat drei freistehende Rundinstrumente für Geschwindigkeit (links), Drehzahl (Mitte) und Energiemanagement (rechts) vor sich. Die fahrrelevanten Bedienelemente sind vor allem auf dem Dreispeichen-Multifunktions-Sportlenkrad konzentriert. Die Porsche-typischen Fahrsystem-Variablen werden durch einen sogenannten Map-Schalter ergänzt, der die unterschiedlichen Fahrprogramme abrufen kann und dazu noch als „Push-to-Pass“-Knopf für das E-Boosten beispielsweise bei Überholmanövern dient. Die Beleuchtung der Instrumente variiert in den Farbtönen Grün für die verbrauchsorientierten Betriebsmodi sowie Rot für die performanceorientierten Fahrprogramme.

Darüber hinaus bietet der 918 Spyder weitere Funktionen wie den Reichweitenmanager. Im Centerdisplay zeigt dieser nach Aktivierung eine Kartendarstellung des Navigationssystems mit Anzeige der Restreichweite, die vom Fahrer über Einstellung der Fahrleistungen beeinflusst werden kann. In Städten mit Umweltzonen gibt er an, ob mit dem rein elektrischen Antrieb ein Ziel in der Stadt erreicht werden kann. Mit diesen Informationen und den Hinweisen auf die antriebsspezifischen Energietankstellen können die individuellen Fahr- und Lade- beziehungsweise Tankstrategien gewählt werden.

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