Opel Zafira

Mit Brennstoffzelle abgasfrei durch Europa

Motor
03.06.2004 11:27
Eine technologische Sensation hat in Salzburg Station gemacht: das Brennstoffzellen-Fahrzeug „HydroGen3“. Das Wasserstoff-Automobil ist unterwegs auf einer einzigartigen Langstreckenfahrt durch 14 Länder Europas. Mit einer bisher zurückgelegten Strecke von exakt 6.341 Kilometern hat der HydroGen3 zugleich einen neuen Langstreckenrekord für Brennstoffzellen-Autos aufgestellt.
Das alles ohne einen Tropfen Benzin und völligemissionsfrei. "Dass der HydroGen3 bisher alle Strapazen überstandenhat, zeigt, dass General Motors und Opel bei der Entwicklung vonserienreifen Brennstoffzellen-Fahrzeugen auf dem richtigen Wegsind" , betonte die Sprecherin von Opel Austria.
 
Gefahren wird der auf dem Opel Zafira basierendePrototyp beim insgesamt rund 10.000 Kilometer langen "Opel FuelCell Marathon" von Journalisten aus Europa und den USA. Ziel desHärtetests ist am 10. Juni das Cabo da Roca, der westlichstePunkt des Kontinents in der Nähe der portugiesischen HauptstadtLissabon.
 
Starker Antrieb
Das Herzstück des Marathon-Automobils, die Brennstoffzelledes HydroGen3, ist ein kompaktes und hoch effizientes Kraftwerk,das samt Elektromotor und Nebenaggregaten komplett unter die Fronthaubepasst. Die 15 Hauptbaugruppen des Antriebs sind zu einem Modulzusammengefasst. Dadurch können die einzelnen Elemente wiebei einem herkömmlichen Verbrennungsmotor-Antrieb vormontiertund dann gemeinsam bei der "Hochzeit" von unten in die Karosserieeingepasst und verschraubt werden. Durch dieses ausgeklügeltePackaging bietet das auf dem Opel Zafira basierende Wasserstoff-FahrzeugPlatz für fünf Passagiere und deren Gepäck.
 
Die von GM FCA entwickelte Brennstoffzelle (englisch:Stack) erzeugt aus Wasserstoff, der in flüssiger Form imTank mitgeführt wird, die elektrische Energie zum Antriebdes Elektromotors. Er leistet 60 kW/82 PS, verfügt überein maximales Drehmoment von 215 Nm, beschleunigt das Brennstoffzellen-Automobilnahezu geräuschlos in rund 16 Sekunden von Null auf Tempo100 und ermöglicht eine Höchstgeschwindigkeit von 160km/h.
 
Serienproduktion ab 2010
Das Ziel ist, ab dem Jahr 2010 Fahrzeuge mit deremissionsfreien Technologie verkaufen zu können. Larry Burns,GM Vizepräsident für Forschung, Entwicklung und Planung:"Nur wenn wir ein hohes Fahrzeugvolumen erreichen, werden dieVorteile der Brennstoffzellen-Technologie für die Umweltund ihr Beitrag zur Schonung der begrenzten fossilen Energiereservenzum Tragen kommen. Das gilt insbesondere vor dem Hintergrund einerprognostizierten Zunahme der globalen Motorisierung von heute775 Millionen auf 1,1 Milliarden Fahrzeuge im Jahr 2020. NotwendigeVoraussetzung für den Erfolg von Brennstoffzellen-Fahrzeugenist allerdings, dass zur Markteinführung ein flächendeckendesNetz von Wasserstoff-Tankstellen existiert."
 
Zum Zeitpunkt der Serienreife wird der Brennstoffzellen-Antriebeine Dauerhaltbarkeit haben, die eine Fahrtstrecke von rund 160.000Kilometern garantiert. Auch bei den Kosten soll es dann keineUnterschiede mehr zu herkömmlichen Autos geben. Ziel sind50 Dollar pro Kilowatt Nennleistung des Antriebs - ein Betrag,der den Kosten von Verbrennungsmotor-Antrieben entspricht.
 
Die Vorteile:
Die ökonomisch wie ökologisch beste Methodeist es, Wasserstoff mit Hilfe von regenerativ erzeugtem Stromherzustellen und in der Brennstoffzelle einzusetzen. Diese Variantequalifiziert sich mit fünf überzeugenden Merkmalen alsdas Antriebssystem der Zukunft:
 
- Keine Schadstoffemissionen
- Kein Kohlendioxid-Ausstoß
- Geringer spezifischer Energieverbrauch -durch sehr hohenSystemwirkungsgrad
- Nahezu geräuschloser Betrieb des gesamten Systems
- Großes Entwicklungspotenzial
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