18.11.2018 12:48 |

Bei autonomen Autos

VW-Chef Diess: „Wir haben zwei Jahre Rückstand“

Volkswagen-Chef Herbert Diess hat einen Rückstand bei der Entwicklung von autonom fahrenden Autos eingestanden. Man müsse zugeben, dass etwa die Google-Tochter Waymo bei fahrerlosen Fahrzeugen ein bis zwei Jahre voran liege, räumte Diess einem Zeitungsbericht zufolge bei einer Konferenz zur Künstlichen Intelligenz (KI) ein.

„Doch wir sind entschlossen aufzuholen. Das Spiel ist noch nicht verloren“, wird er von der „Welt am Sonntag“ zitiert. Er verwies demnach darauf, dass viel dabei von der staatlichen Regulierung abhänge.

Daimler-Vorstandschef Dieter Zetsche sagte bei dem von der „Welt“ organisierten Treffen, dass die Entwicklung aber Hand in Hand mit den Regulierern vorangetrieben werden müsse. „Was wir nicht wollen, ist eine Regulierung, die der Industrie völlig freie Hand lässt, die einfach alles durchwinkt.“ Sonst zerstöre man bei den Menschen das Vertrauen in die neue Technologie. „Wenn wir zu forsch vorgehen, werden wir scheitern“, sagte Zetsche dem Bericht zufolge.

Er sagte voraus, die fahrerlosen Fahrzeuge würden sich zunächst auf Autobahnen und bei Lkw und anderen Nutzfahrzeugen durchsetzen. „Dann kommen die Robotaxis, die bei Bedarf bestellt werden können und schon keinen menschlichen Fahrer mehr haben.“ Die Technik müsse absolut verlässlich sein und die Zahl der Verkehrstoten drastisch senken. „Die Roboterautos müssen 100- bis 1000-mal besser sein als der Mensch. Und da wird es dann technisch richtig kompliziert.“

VW investiert 44 Mrd. Euro
Der Aufsichtsrat des VW-Konzerns beschloss am Freitag in Wolfsburg, in den kommenden fünf Jahren an die 44 Milliarden Euro in die Zukunftsfelder E-Mobilität, autonomes Fahren und Internet-Dienste zu investieren. Das entspreche einem Drittel der Gesamtausgaben bis Ende 2023, sagte Volkswagen-Chef Herbert Diess. Künftig sollen in drei deutschen Werken Elektroautos vom Band laufen. VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh erklärte: „Ich bin besonders stolz darauf, dass es uns gelungen ist, die Elektromobilität zu großen Teilen hierzulande in unseren Werken anzusiedeln.“ Neben China und den USA werde Westeuropa Vorreiter bei der Einführung von E-Autos sein.

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