So, 24. Juni 2018

Atemnot

26.04.2018 06:00

Schweres Asthma in den Griff bekommen

600.000 Österreicher leiden unter Asthma, etwa sieben Prozent davon weisen eine schwere Form auf. Trotz Verbesserungen der Therapiemethoden besteht gerade bei diesem sehr komplexen Leiden nach wie vor großer Handlungsbedarf. 

Die chronisch entzündliche Atemwegserkrankung tritt in unterschiedlichen Verlaufsformen auf, die sich hinsichtlich Schweregrad der Symptome, der Entzündung sowie des Ansprechens auf die Behandlung unterscheiden. „90 Prozent der Patienten können wir mit der klassischen Inhalationstherapie hervorragend behandeln“, erklärt Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Pohl, KH Hietzing, im Rahmen einer Diskussionsrunde innerhalb des Gesundheitspolitischen Forums in Wien. Ein Problem stellt sich allerdings dar: „80 Prozent der Patienten verwenden die Sprays nicht regelmäßig wie sie sollten und häufig auch nicht richtig“, so Univ.- Prof. Dr. Marco Idzko, MedUniWien.

Moderne Behandlungsformen wie Biologika können nun Patienten mit schwerem Asthma helfen, deren Symptome mit konventioneller inhalativer Therapie nicht mehr kontrolliert werden können. Bislang mussten diese Patienten von Zeit zu Zeit oder sogar dauerhaft orales Kortison einnehmen und damit häufig starke Nebenwirkungen in Kauf nehmen Doch bis die Patienten die geeignete Therapie erhalten, ist ein langer Weg. „Fünf bis sechs Jahre dauert es im Schnitt bis zur richtigen Diagnose“, erklärt Otto Spranger, Vorsitzender der Österreichischen Lungenunion und selbst Asthma-Patient. 

Die Experten fordern daher: Behandlung in Zentren, wo ein Team  von Spezialisten zur Verfügung steht. Dies ermöglicht eine genauere Diagnose und Sicherstellung der richtigen Therapie. Weiters besteht großer Bedarf an Reha-Maßnahmen sowie besserer Schulung der Patienten.

Gesundheitsredaktion, Kronen Zeitung

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