Di, 18. September 2018

Hilferuf der Seele

27.03.2018 08:44

Vor der Essstörung kommt die Diät

Fasten, schnell noch ein paar Kilos abnehmen für die Frühjahrsgarderobe, die Bikinifigur erreichen: Moderne Mantras für Schönheit und Traumfigur. Doch was harmlos beginnt, kann sich zur gefährlichen Krankheit entwickeln.

„Ich wollte unbedingt abnehmen, daher habe ich begonnen mein Essen zu kontrollieren und zu reduzieren. Erst habe ich auf alle Süßigkeiten verzichtet, dann auf mein Frühstück. Manchmal habe ich Phasen da ist es mir wurscht und ich esse alles, dann reiße ich mich wieder zusammen. Es ist furchtbar, mittlerweile bestimmen das Essen und die Zahl auf der Waage meinen Alltag -  ich fürchte mich vor jeder Portion“. Dies Beschreibung einer Betroffenen spricht vielen Menschen mit Essstörungen aus der Seele - längst haben die Patienten in diesem Stadium die Kontrolle über ihr gesundheitsgefährdendes Verhalten verloren.

Jetzt ist wieder eine gefährliche Zeit vor allem für junge Frauen, aber auch für immer mehr Burschen. Denn oft bietet der Frühling Anlass, vermehrtauf die Kilos zu achten, meist mit Unterstützung fragwürdiger Programme zur Gewichtsreduktion. Aber auch die Fastenzeit wird immer wieder als Grund vorgeschoben.

Davor warnen nun die Experten der Hotline für Essstörungen der Wiener Gesundheitsförderung. Meist stehen psychische Belastungen hinter dem problematischen Essverhalten. Sich einzugestehen daran zu leiden, ist für viele Betroffene eine große Herausforderung. Schon allein deshalb, weil schlank bis dünn zu sein immer noch als erstrebenswert und schick gelten, Promis mit den skurilsten Tipps noch als Verstärker dienen.

Daher bietet das anonyme und kostenlose Angebot der Hotline für Essstörungen eine erste Möglichkeit, einen Ausweg zu finden. Das professionelle Team nimmt sich Zeit und hat ein offenes Ohr für alle Fragen rund um das Thema.


Kontakt:

Anonym, kostenlos und österreichweit. Telefon: 0800 20 11 20 (Montag bis Donnerstag, 12 – 17 Uhr) oder per E-Mail:  hilfe@essstoerungshotline.at

Karin Podolak, Kronen Zeitung

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