Buell war seit 2003 komplett in Besitz von Harley-Davidson (1993 war die Forma aus Erik Buells Kleinstbetrieb hervorgegangen, er hielt zunächst noch 2 Prozent). Doch der kriselnde US-Motorradhersteller gibt in der Not Buell und seine andere Traditionsmarke MV Agusta auf. Für die italienischen MV-Agusta-Maschinen sucht Harley nach nur gut einem Jahr im Konzern wenigstens einen Käufer. Der amerikanische Traum des ehemaligen Rennfahrers stirbt jedoch. Die Produktion endet am 30. Oktober 2009.
"Wir müssen uns auf die Harley-Davidson konzentrieren", sagte Konzernchef Keith Wandell. Der Kult-Hersteller ist auf steiler Talfahrt: Der Überschuss sei im dritten Quartal erneut um fast 85 Prozent auf nur noch 26 Millionen Dollar (17,5 Millionen Euro) eingebrochen. Der Umsatz fiel um mehr als ein Fünftel auf 1,1 Milliarden Dollar.
Der weltweite Absatz der Marke Harley sank zuletzt im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um weitere 21 Prozent auf knapp 64.000 Stück. Immerhin habe sich der Rückgang zum Vorquartal (minus 30 Prozent) etwas verlangsamt.
Zu wenig Motorräder verkauft
Harley-Davidson hatte MV Agusta erst Mitte 2008 übernommen. Die Maschinen der Italiener mit Sitz in Varese zählen zu den Klassikern in der Motorrad-Geschichte. Im dritten Quartal verkaufte Harley insgesamt allerdings nur 1.850 Agusta- und Buell-Modelle. Ein Jahr zuvor waren es noch fast 2.800. Getrennte Zahlen nannte Harley nicht.
Mit dem Ende der Buell-Produktion verlieren weitere 180 Mitarbeiter ihren Job. Harley-Davidson hatte bereits zuvor im gesamten Konzern Produktion und Kosten drastisch gedrosselt und fast 3.000 Stellen gestrichen.
Buell-Kult-Technologie
Kult sind die Buell-„Tankrahmen“-Modelle (2002 eingestellt, Benzin im Rahmen, Öl in der Schwinge) und die große Einscheiben-Vorderradbremse mit der Bremsscheibe entlang des Felgenrandes.









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