Mi, 22. August 2018

Terror, Geldwäsche

22.01.2018 10:56

Nobelpreisträger warnt: „Bitcoin schlecht für Ruf“

Der US-Ökonom und Wirtschaftsnobelpreisträger Joseph Stiglitz warnt die Schweiz vor einem möglichen Reputationsrisiko durch die Kryptowährung Bitcoin. Es gebe nur eine Motivation für Kryptowährungen, nämlich die Geheimhaltung.

Der Dollar und der Franken seien gute Währungen. Sie erfüllten ihre Funktionen als Tauschmedium und als Wertanlage. Kryptowährungen seien jedoch kein nachhaltiges Geschäftsmodell. "Sobald Kryptowährungen gewichtig genug sind, machen die großen Länder den Laden dicht", stellte Stiglitz im Gespräch mit der Schweizer Tageszeitung "Blick" vom Montag fest.

"Viele Länder wollen Bitcoin verbieten, nur die Schweiz macht das Gegenteil. Wir reden hier über Steuerhinterziehung, Terrorismus, Geldwäscherei: Dinge, mit denen man nicht in Verbindung stehen will." Die Welt versuche seit Jahrzehnten, Bankgeschäfte transparenter zu machen. Die Schweiz sei dabei oft in der Kritik gestanden, erinnerte Stiglitz.

Blockchain sei allerdings nicht das Gleiche wie Bitcoin. Bei Blockchain gehe es um Sicherheit. "Es ist gut, ein Technologiezentrum zu sein. Ein Geheimhaltungszentrum zu sein, ist dagegen nicht gut", sagte der US-Ökonom.

Auf dem Weg zur "Crypto Nation"
Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann hatte sich vergangene Woche mächtig für die Kryptowährungen ins Zeug gelegt. Als Redner der weltweit ersten Crypto Conference in St. Moritz stellte Schneider-Ammann fest, er hoffe, dass in fünf oder zehn Jahren niemand mehr von "Crypto Valley Zug" sprechen werde, sondern von "Crypto Nation Switzerland".

Aktuelle Zahlen belegen, dass sich die Schweiz zu einem Zentrum für die weltweite Szene der Blockchain-Technologie, die als Grundlage für digitale Währungen wie Bitcoin dient, entwickelt. Im Kanton Zug wurden 2017 rund 14 Prozent mehr solche Firmen aus der Taufe gehoben. Die Anfang des Jahres gegründete Crypto Valley Association zählt inzwischen 550 zahlende Mitglieder.

 krone.at
krone.at

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Storykommentare wurden deaktiviert.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.

Nachrichten aus meinem Bundesland
Die Bekanntgabe Ihres Bundeslandes hilft uns, Sie mit noch regionaleren Inhalten zu versorgen.