Fr, 20. Juli 2018

Eklat in Kenia

17.01.2018 11:47

Internetballon stürzt auf Feld: Bauer klagt Google

Mit seinen Internetballons des „Project Loon“ will Google das Web selbst in die entlegensten Winkel der Erde bringen. Doch immer wieder kommt es dabei zu Zwischenfällen, zuletzt in Kenia. Dort stürzte ein Ballon auf das Feld eines Landwirts, woraufhin Hunderte Schaulustige herbei stürmten und die Ernte von Joseph Nguthari zertrampelten. Jetzt will er die verlorene Ernte einklagen.

Nghutari hatte Mais und Bohnen auf dem Feld angebaut, auf dem vor rund zwei Wochen der Google-Ballon landete. Von der Ernte blieb jedoch nicht viel übrig, als Hunderte Schaulustige quer durchs Feld zu dem Ballon stürmten, um sich das ungewöhnliche Flugobjekt aus der Nähe anzusehen. Manche fuhren sogar mit ihren Autos über das Feld, klagt der Bauer.

Dass die Polizei in die Luft geschossen habe, um die Menge zu zerstreuen, habe die ganze Sache nur noch verschlimmert. Selbst sein Erntehelfer habe ihm nach dem traumatischen Vorfall gekündigt, so Nghutari.

Sachverständige sollen Schaden erheben
„Google-Experten, die das Gerät eingesammelt haben, haben sich nicht darum gekümmert, den Schaden auf meinem Feld und jenen von Nachbarn zu erheben“, klagt Nghutari. Nun will er selbst Sachverständige organisieren, um den Schaden an seinem Feld zu beziffern. Die verlorene Summe will er dann bei der Google-Mutter Alphabet einklagen, berichtet das IT-Portal „Heise“.

Google experimentiert im Zuge seines „Project Loon“ schon seit einigen Jahren mit Ballons, die das Internet aus 20 Kilometern Höhe zur Erde funken. In Kenia findet seit einem halben Jahr ein Testlauf mit zehn Ballons statt. Die Ballons bleiben zwar monatelang in luftiger Höhe, bisweilen müssen sie aber landen – im konkreten Fall auf Nghutaris Feld. Laut Google sei die Landung kontrolliert verlaufen. Mit der Meute von Schaulustigen, die sich den Ballon aus der Nähe ansehen wollte, hatte man allerdings nicht gerechnet.

 krone.at
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