Selber schuld!

Autofahrer fahren bewusst in den Stau

Motor
28.08.2009 10:10
Kilometerlange Autokolonnen, die sich im Stop-and-go-Verkehr über die Autobahnen quälen - an den Sommerwochenenden ein gewohntes Bild. Wenig überraschend ist daher das Ergebnis einer nicht repräsentativen Mehrländerstudie des Online Markt- und Meinungsforschungsinstituts Marketagent.com: Urlaubs- und Ferienstaus gehören demnach zu den nervenaufreibendsten Stautypen. Doch die meisten dürften selbst schuld sein - fahren doch laut Studie mehr als die Hälfte der 2.748 befragten Österreicher, Deutschen und Schweizer für gewöhnlich bewusst in einen Stau.

Nerviger als Urlaubsstaus (44,4 Prozent) sind nur Staus durch neugierige Autofahrer für 79,8 Prozent der Befragten. Ähnlich lästig sind Staus im Berufs- und Einkaufsverkehr, mehr Verständnis bringen die Befragten nur im Falle eines Unfalls auf. Gewöhnt sind die Lenker den Stop-and-go-Verkehr laut Studie allerdings: Jeder Vierte steckt zumindest mehrmals pro Woche im Stau, jeder Zweite mehrmals im Monat.

Das wirkt sich auch auf das Verhalten der Fahrer aus, jeder Zehnte wird richtig aggressiv, wenn auf den Straßen wieder mal alles steht. Männer und Ältere dürften hier allerdings bessere Nerven haben. Als „sehr“ bzw. „eher“ ausgeglichen bezeichneten sich nämlich 52,1 Prozent der Männer, aber nur 40,8 Prozent der Frauen. Ärger erzeugen aber nicht nur die Staus an sich, sondern vor allem auch das Verhalten der anderen Fahrer. So zählen Beleidigungen und Beschimpfungen, Überholen über den Pannenstreifen, Tankstellen oder Parkplätze, Hupen und Hineindrängeln zu den ärgerlichsten Verhaltensweisen anderer.

Die meisten fahren mitten rein!
Dass Autofahrer überhaupt im Stau landen, ist allerdings oft selbst verschuldet: Wie die Umfrage zeigt, fährt mehr als die Hälfte der Autofahrer für gewöhnlich bewusst in Staus. Nicht einmal jeder Zweite wechselt im Normalfall die Fahrtroute, wenn er über Verkehrsfunk, Navi oder sonstwie erfährt, dass es auf der Autobahn staut. Jeder Dritte behält seine Route bei, praktisch genauso viele hoffen darauf, dass andere Verkehrsteilnehmer ausweichen werden. Die Langeweile im Auto vertreiben sich die Leute dann am liebsten mit Musikhören (84,4 Prozent), Leutebeobachten (71,8), Nachrichtenhören (66,6), Trinken, Telefonieren und Tratschen.

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