Fairness siegt

Kunden zahlen für Musik im Netz freiwillig mehr

Web
03.08.2009 12:54
Laut einer neuen Untersuchung der Wirtschafts-Wissenschafter Tobias Regner und Javier Barria bezahlen Kunden für Musik mehr, als sie müssten, wenn sie selbst entscheiden können, wie viel ihnen der Download wert ist. In der Studie untersuchten die beiden Forscher 14.367 Album-Verkäufe des Online-Independent-Labels "Magnatune". Die Seite verspricht, 50 Prozent der Einnahmen an die Künstler abzugeben, und setzt den empfohlenen Preis bei acht Dollar pro Album an. Der Mindestpreis für eine Platte liegt bei fünf Dollar. Online kann jeder Nutzer der Site die gesamte Musik auch gratis hören.

In der Studie habe sich gezeigt, dass der durchschnittlich bezahlte Preis immerhin bei 8,20 Dollar und somit 64 Prozent über der Mindestforderung lag. Die Wissenschafter erklären sich das mit dem "Konzept der Gegenseitigkeit". Die Kunden könnten eine "informierte Kaufentscheidung" treffen und seien außerdem "sozial eingestellt". Diese Vermutung bestätigte sich in einer Befragung von Usern, die bereits mehr als zehn Alben heruntergeladen hatten. Laut Regner wollten Kunden auch Schuldgefühle vermeiden oder sich  als bessere Menschen fühlen.

Laut Angaben von "Magnatune" rechne sich das Geschäftsmodell, und die Website schreibe schwarze Zahlen. Das Label hat rund 200 Musiker unter Vertrag.

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