Spekulationen über Verschiebungen im Machtgefüge bei dem Sportwagenbauer schießen derzeit ins Kraut, weil die Finanzlage bei Porsche angespannt ist. Dreieinhalb Jahre nach dem spektakulären Einstieg des Stuttgarter Sportwagenbauers beim Branchenriesen Volkswagen könnte VW in der Allianz künftig mehr zu sagen haben.
Porsche-Sportwagengeschäft an VW?
Trotz der Absatzkrise ist VW derzeit deutlich kapitalkräftiger. Daher wird bei Analysten und an der Börse die theoretische Möglichkeit durchgespielt, dass VW der Porsche-Holding das Sportwagen-Geschäft abgekauft, um Geld in die Porsche-Kasse zu spülen. Alternativen Gedankenspielen zufolge könnten die Porsche-Eigner, die Familien Porsche und Piech, Teile ihrer Aktien an einen neuen Investor abgeben. Die stimmberechtigten Porsche-Aktien sind in Familienhand. An der Börse gehandelt werden nur die Vorzugsaktien.
Porsche hat sich den Erwerb der Anteilsmehrheit bei den VW-Stammaktien bisher 23 Milliarden Euro kosten lassen und dafür neben Gewinnen aus Aktientermingeschäften überwiegend Bargeld eingesetzt. Per Ende Jänner wies die Porsche-Holding Verbindlichkeiten von 16,2 Milliarden Euro aus.
Nach dem Einstieg des staatlich kontrollierten Fonds Aabar aus dem Emirat Abu Dhabi bei Daimler waren Gerüchte hochgekocht, arabische Investoren seien an weiteren deutschen Autobauern interessiert, auch an dem ums Überleben kämpfenden Rüsselsheimer Autohersteller Opel.
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