Mo, 24. September 2018

Mail vom Paten

29.12.2003 13:57

Die Mafia erpresst jetzt per Internet

Die Mafia hat ein neues Betätigungs-Feld entdeckt – die kriminellen Organistationen drohen Firmen mit Hacker-Attacken, wenn diese kein Schutzgeld zahlen. Sie verleihen den Drohungen mit kleinen Angriffen Nachdruck. Außerdem versenden sie Werbe-Mails und Spam, um ihre kriminellen Geschäfte im Netz zu bewerben, warnt der russische Virenforscher Eugene Kaspersky.
Die Mafia hat seit jeher alle illegalen Geschäftean sich gerissen, die Geld bringen, warnt der Sicherheits-Experte.Das Überschwemmen des Netzes mit Müll-Mails dürftesich nach Ansicht von Kaspersky lohnen, sonst würde es nichtso massiv betrieben, daher glaubt er, werde die organisierte Kriminalitätauch im Internet bald stark vertreten sein. Er warnt davor, dassWerbemails mit Spionageprogrammen bestückt sein können,die Kreditkartennummern ausspionieren.
 
Erpressung mit Angriffen
Die zahlreichen Sicherheitslücken in Softwareund Netzwerken laden Cyberkriminelle geradezu ein, die Systemeanzugreifen. Doch nur in wenigen Fällen, kann der Eingriffin ein System auch für das betrügerische Abzweigen vonGeld genützt werden.
 
Daher nützen kriminelle Banden, die oft inRussland beheimatet sind, ihr Hacker-Know-How, um Firmen zu erpressen.Im Visier der Online-Mafia sind vor allem Internet-Shops und Web-Casinos.Mittels DDOS-Attacken werden die Server mit Anfragen bombardiert,um diese außer Gefecht zu setzen. Dabei sind immer öfterauch private PCs mit Breitband-Anschluss nützliche Werkzeugeder Hacker, ohne dass die Besitzer davon etwas mitbekommen. DieWeb-Verbrecher nützen dafür Sicherheits-Lecks in Windows-Systemenaus.
 
Immer öfter kommt es nach solchen Attackenzu Schutzgeld-Forderungen, berichten Cybercops, die den Kriminellenversuchen das Handwerk zu legen. Wichtig sei es, sich im Falleeiner Attacke oder Erpressung an die Exekutive zu wenden, bittetnun die britische Polizei, nachdem solche Fälle immer häufigerwerden. Aus Angst vor Vertrauensverlust der Kunden, werden solcheAngriffe oft geheim gehalten.

Das könnte Sie auch interessieren

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.