Unter die Lupe genommen wurden der Peugeot 207 CC, der Mini Cooper sowie der Citroen Pluriel. In Relation schnitt der Peugeot am besten ab, gefolgt vom Mini mit "schwacher Performance" und dem Citroen, der "glatt" durchfiel. Durch die instabilen Windschutzscheibenrahmen bei allen drei Modellen komme es leichter zu Kopfkontakt mit der Fahrbahn und damit zu gefährlichen bis tödlichen Verletzungen. Menschen, die größer als 1,75 Meter sind, überragen zudem die Überrollschutzsysteme. Außerdem zeigte sich anhand des Mini und des Citroen, dass immer noch Fahrzeuge ohne geeigneten Überschlagschutz auf dem Markt angeboten werden.
"Das kann im Jahr 2008 aus sicherheitstechnischer Sicht nicht akzeptiert werden", konstatierte ÖAMTC-Techniker Steffan Kerbl. Dieser beanstandete außerdem, dass in keinem der drei getesteten Cabrios die Gurte in der in der Höhe verstellbar sind. "Das kann dazu führen, dass der Oberkörper aus dem Gurt rutscht und der Kopf ungeschützt auf die Fahrbahn trifft."
Der Peugeot 207 CC verfügt als einziges der getesteten Fahrzeuge serienmäßig über eine Sensorik, die einen Überschlag erkennt und damit gezielt den Überrollbügel und einen automatischen Gurtraffer zündet. Da ESP standardmäßig eingebaut wird, sei das Überschlagsrisiko eher gering.
Der Mini Cooper ist zwar serienmäßig mit einem starren Überrollschutz ausgestattet, die Gurtstraffer werden aber nicht durch eine Überschlagssensorik ausgelöst. Positiv im Vergleich ist dagegen der stabilere Windschutzscheibenrahmen. "Das gute Ergebnis wird allerdings dadurch geschmälert, dass der Beifahrer durch die fehlende Gurtführung beim Überschlag hart auf die Fahrbahn schlägt und kaum eine Überlebenschance hat", sagt der ÖAMTC-Techniker.
Das Test-Schlusslicht bildete der Citroen Pluriel wegen eines fehlenden Überrollschutzes. "Die A-Säule (Windschutzscheibenrahmen, Anm.) wurde im Test so weit nach unten gedrückt, dass die Köpfe aller vier Crashtest-Dummies Straßenkontakt hatten", erläuterte Kerbl.
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