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Erle, Haselnuss und Birke blühen: Tipps für Allergiker

14.03.2011, 15:01
Video: krone.tv
Was viele schon seit Wochen herbeisehnen, das fürchten Pollenallergiker: den Frühlingsbeginn - und den damit einhergehenden Beginn des Pollenflugs. Durch den langen Winter kommt es für die Pollenallergiker heuer besonders dick: Erle, Haselnuss und Birke haben gleichzeitig zu blühen begonnen und so manchen Allergiker ins Leid gestürzt.

Eine angeschwollene Nase, Husten- und Niesanfälle, Augenbrennen und Atembeschwerden – all das sind die Symptome einer Pollenallergie. Völlig schutzlos ist man den unsichtbar herumschwirrenden Pollen allerdings nicht ausgeliefert, beruhigt Waltraud Emminger vom Allergieambulatorium Rennweg. "Der Allergiker merkt sehr wohl, dass die Symptome wiederkommen", sagt sie, und dann könne er Antiallergika einnehmen, um das "Ärgste zu verhindern".

Sie rät dazu, sich austesten zu lassen, sobald Symptome auftreten, denn viel zu wenige Menschen wüssten, dass und wogegen sie allergisch sind. "Leider braucht es eine Weile, bis die Patienten doch einmal kommen, um sich testen zu lassen, besser wäre natürlich früher, weil man sich dann besser einrichten kann und besser vorbeugen kann", sagt Emminger im krone.tv- Interview. 

Ursache für Heuschnupfen, wie eine Pollenallergie im Volksmund heißt, ist eine Überempfindlichkeit auf Blütenpollen. Der Körper reagiert auf die Pollen wie auf Krankheitserreger und veranlasst bestimmte Körperzellen, Botenstoffe wie das Histamin auszuschütten.

"Immuntherapie" machen

In dem Fall müsse dem Immunsystem auf die Sprünge geholfen werden. Das heißt, die Überreaktion auf einen allergieauslösenden Stoff muss quasi verringert werden. Dazu wird eine "Immuntherapie" gemacht. Je nach Allergie kann Folgendes versucht werden: die Allergenvermeidung (etwa bei Lebensmitteln), symptombehandelnde Therapien (meist bei leichteren Fällen) und die Toleranzentwicklung durch die gezielte Gabe von Allergenen. Verabreicht werden können die Substanzen durch Spritzen, Tropfen und - seit Kurzem - Tabletten. Letztere Variante zielt auf die Immunisierung ab und dauert in der Regel drei, manchmal auch bis zu fünf Jahren. Dafür braucht es zwar viel Gelduld, "die Lebensqualität wird dadurch aber nachhaltig verbessert", so die Medizinerin.

Wer wissen will, welche Pollen ihm gerade zu schaffen machen, der findet auf der Website des Pollenwarndienstes  oder auf der dazugehörigen Facebook- Seite  die nötigen Informationen.

Allgemein gilt, dass Allergiker nach einem Aufenthalt im Freien den Körper von Pollen befreien sollten. Das heißt: Kleidung wechseln, Haare, Gesicht und Hände waschen. In der Pollenzeit empfiehlt es sich außerdem, die Bettwäsche, besonders Kopfkissenbezüge, oft zu wechseln. Wegen des vermehrten Pollenflugs in den frühen Morgenstunden sollte lieber bei geschlossenem Fenster geschlafen werden. Mehr Tipps findest du in der Infobox!

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