Achtung: Gauner!

So viel sind deine Daten am Schwarzmarkt wert

Web
16.09.2009 16:50
Das Stehlen von Daten im Internet hat sich zu einem immer lukrativeren Geschäft entwickelt. Online-Betrüger krallen sich dabei alles, was sie in die Finger bekommen können: von Kreditkarten-Informationen über Bankdaten bis hin zu E-Mail-Adressen und Angaben zu persönlichen Interessen. Je vollständigere Infos sie über eine Person verfügen, desto wertvoller sind diese in der sogenannten Schattenwirtschaft im Netz. Ein neuer Test des Security-Spezialisten Symantec gibt jetzt Auskunft darüber, welchen Wert die eigene Online-Identität für die Kriminellen besitzt und wieviel einschlägige Unternehmen dafür bezahlen würden.

Auch die Statistik von Symantec beweist, dass Datenklau im Internet zum Problem geworden ist: Allein im Jahr 2008 tauchten mehr als 45.000 Angebote für Personendaten auf Schwarzmarktforen auf. Diese Daten entsprachen einem Wert von 200 Millionen Euro. Rechnet man den Wert aller illegal angebotenen Konto- und Kreditkarten-Informationen hoch, so hätten damit potenziell knapp fünf Milliarden Euro eingespielt werden können. Laut dem Sicherheitsspezialisten sind bereits fünf Prozent aller Internetnutzer zu Opfern von Datendiebstählen geworden.

Den Link zum Symantec-Test findest du in der Infobox!

Der Test
Der Test besteht aus neun Fragen zum eigenen Online-Verhalten. So will der Norton-Entwickler wissen, ob der Anwender Online-Banking betreibt oder auf sozialen Netzwerken aktiv ist. Zum Abschluss liefert die Website dann nicht nur eine Schätzung zum Wert der eigenen Online-Identität für die Cyber-Kriminellen ab, sondern spuckt auch noch eine Risiko-Einschätzung aus.

Klickt man am Ende des Tests auf den Button "Ignorieren", gelangt man zu weiterführenden Informationen rund ums Thema und wie man sich am besten vor Betrug im Netz schützen kann. Eine Faustregel, die es im Netz sicherlich zu berücksichtigen gilt, ist aber: Vorsicht ist immer angebracht. Je weniger man über sich selbst im Netz preisgibt, desto weniger können Betrüger auch stehlen, um die heiße Ware zu verscherbeln.

Denn in den harmlosesten Fällen erwerben dubiose Unternehmen die gestohlenen Daten "nur", um etwa gezielt Spam oder maßgeschneiderte Werbung an die User zu verschicken. Problematischer ist der Missbrauch von Kreditkarten- und Online-Banking-Informationen. Mit diesen können die Gauner dem unbedarften Nutzer nämlich bares Geld aus der Tasche ziehen.

Virenschutz ist Pflicht
Deshalb gilt: Ein Virenschutz, der Malware vom eigenen Rechner fernhält, ist Pflicht. Denn die Programme hindern Spionage-Tools und Trojaner daran, sich am PC einzunisten und so etwa Zugangsdaten auszuspähen. Nicknames sind dem wirklichen Namen immer vorzuziehen. Auch sollte die eigene Postanschrift sowie Mail-Adresse und Telefonnummer niemals aufscheinen. Und Kreditkarteninformationen sollten sowieso nur auf absolut vertrauenswürdigen Seiten angegeben werden. Außerdem sollten User ihre Passwörter möglichst sicher wählen (siehe Artikel in der Infobox).

Besondere Vorsicht ist auch bei vermeintlichen Mitteilungen der eigenen Bank angebracht. Denn in den sogenannten "Phishing"-Mails fragen die Betrüger angeblich im Auftrag des Geldinstituts nach den Zugangsdaten zum Online-Banking oder nach Infos zur Kreditkarte. Ein Verfahren, das eine seriöse Bank niemals wählen würde, um derart sensible Daten zu erfahren.

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