Mittels künstlicher Intelligenz sind Roboter- Segelboote in der Lage, vollautonom und ohne menschliches Eingreifen jedes beliebige Ziel anzusteuern. Bei der WM mussten die teilnehmenden Boote ihre Fähigkeiten in sechs Disziplinen unter Beweis stellen.
Das österreichische Robo- Schiff, das von der Gesellschaft für innovative Computerwissenschaften (INNOC) entwickelt wurde, ging nach den beiden WM- Titeln der vergangenen Jahre als Favorit ins Rennen. Doch das Forscherteam hatte anfangs mit Problemen zu kämpfen: So wurde beim Transport des 3,75 Meter langen und 300 Kilo schweren Bootes nach Kanada die Ruderanlage schwer beschädigt und konnte erst in letzter Minute repariert werden.
Als größter Konkurrent der Österreicher erwies sich heuer das nur 50 Zentimeter lange Segelboot "Däumling" der Universität Lübeck. Erst im letzten Bewerb, dem achtstündigen Langstrecken- Rennen, konnte sich die "ASV Roboat" durchsetzen. "Unser Boot war das einzige, das den achtstündigen Härtetest bestand", so der Leiter des Roboat- Teams, Roland Stelzer.
Die Technologie des österreichischen Robo- Boots soll in Zukunft auch für konkrete Forschungszwecke eingesetzt werden. Ab Herbst 2010 werden die Wissenschaftler in Kooperation mit Meeresbiologen der Oregon State University ein Roboter- Segelboot zur Erforschung von Walen im Pazifik entwickeln.